Wie Recherchen der «Handelszeitung» zeigen, verlochte Skyguide während der Finanzkrise Millionen. Finanzchef Marc Bohrenkaufte im Dezember 2006 – also kurz vor Ausbruch der Krise – der Deutschen Bank ein sogenanntes CDO ab. Als der US-Immobilienmarkt kollabierte, verloren viele dieser Derivate in den Jahren 2007 und 2008 ihren gesamten Wert.

Die Spekulation riss grosse Löcher in die Bücher des subventionierten Staatsbetriebes Skyguide. Konkret belief sich der Marktwertverlust 2007 auf 40,1 Millionen Franken, 2008 auf 55,9 Millionen Franken.

41 Millionen an die Deutsche Bank

In der Folge schrieb die Flugsicherung in beiden Jahren tiefrote Zahlen. 2009 und 2010 erholte sich das CDO und verhalf Skyguide zu einem Plus von 22 und 26 Millionen Franken. Dennoch stieg Bohren vorzeitig aus dem Deal mit der Deutschen Bank aus. Deswegen musste Skyguide dem Geldhaus 41 Millionen Franken überweisen.

Skyguide äussert sich nicht zu dem Geschäft: «Wir haben das Finanzinstrument 2010/2011 vollständig aufgelöst. Damit ist dieses Kapitel abgeschlossen», sagt ein Sprecher bloss.

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