Google, Facebook, Apple haben in den letzten Jahren in Schweizer Start-ups investiert bzw. sie ganz übernommen. Jetzt kommt ein prominenter Name hinzu: Sony. Der japanische Hersteller von Unterhaltungselektronik (Jahresumsatz 2019: rund 78 Milliarden Dollar) hat sich am Zürcher Start-up IDUN Technologies beteiligt.

Die Firma, 2017 als ETH-Spin-off von Simon Bachmann und Séverine Chardonnens gegründet, hat ein Material entwickelt, das die Aktivität von Herz, Muskeln und Gehirn von der Haut ablesen kann.

Smarte Playlists je nach Gemütslage

Erstes Produkt sind Elektroden für Forscher; Sony ist aber an etwas anderem interessiert: einem kabellosen Ohrhörer, der beim Musikhören die Reaktionen des Gehirns auswertet. «Auf diese Weise lassen sich etwa smarte Playlists kreieren: Musik, die optimal ist für die Produktivität im Alltag oder für die Entspannung am Abend», sagt Co-Gründer Simon Bachmann.

Ein Prototyp existiert bereits, die Marktreife erwarten die Gründer für Ende des nächsten Jahres.

Finanzierungsrunde brachte 1,5 Millionen Franken

Gesundheitsgadgets sind derzeit ein heisses Thema, wie die Apple Watch oder der Kauf von Fitbit durch Google zeigt. «Wir sehen aber auch Chancen im Bereich Lifestyle, Sport oder Gaming», so Bachmann.

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Elf Mitarbeiter beschäftigt IDUN mit Sitz im Glattpark Opfikon. Die Firma nahm im Herbst am ersten europäischen Startup Accelerator Program von Sony teil. Die Seed-Investment-Runde brachte insgesamt 1,5 Millionen Franken ein.

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