Der weltweite Trend zu immer teureren Luxusmodellen hat die Verkaufspreise für Smartphones im dritten Quartal auf Rekordhöhe getrieben. Der durchschnittliche subventionierte Preis sei um sieben Prozent gestiegen, geht aus einer vom Marktforscher GfK am Dienstag veröffentlichten Studie hervor. Das sei das grösste jemals erzielte Plus im Vergleich zum Vorjahr. Eine konkrete Zahl nannte die GfK nicht.

Zuletzt konzentrierten sich die Flaggschiffe der Branche wie Apple, Samsung, Google und Huawei verstärkt auf den Vertrieb von Premiumgeräten mit immer besseren Kameras und stärkeren Akkus. Das Jubiläumsgerät iPhone X von Apple soll beispielsweise in der Schweiz mindestens 1199 Franken kosten. Trotz rückläufiger Absatzzahlen habe der Smartphone-Markt wegen des höheren durchschnittlichen Verkaufspreises an Wert gewonnen, erklärte der GfK-Direktor für Telekommunikation in Deutschland, Arndt Polifke.

Sinkender Absatz in Europa

Insgesamt wurden der GfK zufolge von Juli bis September 367 Millionen Smartphones verkauft. Dies entspricht einem Plus von drei Prozent. Besonders in Lateinamerika, Mitte- und Osteuropa sowie China habe die Nachfrage angezogen, während sie in Westeuropa, Japan, Südkorea und Nordamerika rückläufig war.

(reuters/mbü)