Die Frage, ob Swatch wegen des Wechsels auf den Rechnungslegungsstandard Swiss GAAP FER, aus dem Schweizer Aktienleitindex SMI ausgeschlossen werden soll oder nicht, sorgt innerhalb der Schweizer Börse SIX Swiss Exchange offenbar für Spannungen.

Die Schweizer Börse habe dem Uhrenkonzern vergangenen Herbst signalisiert, dass ein Wechsel der Rechnungslegung keine gravierenden Auswirkungen für Swatch habe, heisst es in einem Artikel der «Finanz und Wirtschaft».

Der CEO der Börse, Christian Katz, habe sich dabei auf eine zuvor durchgeführte Umfrage im Finanzmarkt gestützt. Das hauseigene Aufsichtsgremium der SIX Swiss Exchange wolle indes lediglich Firmen im Leitindex, welche nach internationalen Rechnungslegungsstandards berichten. Das Gremium führt gemäss «FuW» eine eigene Vernehmlassung durch, welche bis am Montag läuft.

Laut der Zeitung sind die Vereinigung der Schweizer Finanzanalysten und der Wirtschaftsverband Swiss Holding für schärfere Richtlinien. Fondsmanager hingegen sähen durch einen Ausschluss von Swatch die Attraktivität des Leitindex gefährdet. Auch eine Mehrheit der Leser der «FuW» würden einen Verbleib von Swatch im SMI befürworten.

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Entscheiden werde das Regulatory Board der Börsenaufsicht, das legislative Organ. Derzeit spreche Einiges dafür, dass sich das Aufsichtsgremium durchsetze.

(muv/awp)