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Devisen
SNB drohen riesige Kursverluste

SNB-Chef Thomas Jordan: Hofft auf eine Übertreibung.   Keystone

Mit der Aufhebung des Mindestkurses brockt sich die Nationalbank wohl gewaltige Kursverluste ein. Sie könnten höher ausfallen als der letztjährige Rekordgewinn.

Veröffentlicht am 15.01.2015

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat bis Ende 2014 einen Devisenberg von 495,1 Milliarden Franken aufgetürmt. Die rechnerischen Kursverluste vom heutigen Tag dürften den letztjährigen Rekordgewinn der SNB von 38 Milliarden Franken übertreffen.

Der Anteil der jeweiligen Währungen am Devisenbestand der SNB zum Jahresende wurde noch nicht offengelegt. Per Ende September waren 44,6 Prozent in Euro angelegt. Total waren es rund 174 Milliarden Euro, was damals umgerechnet 210 Milliarden Franken entsprach. Mit dem Fall des Euro von gut 1,20 auf 1,03 Franken am heutigen Tag erleidet die SNB auf ihren Euro-Anlagen – als Momentaufnahme – einen Kursverlust von rund 14 Prozent. Gestützt auf die September-Bestände bedeutet dies eine vorläufige Einbusse auf den Euro-Anlagen um rund 30 Milliarden Franken.

30 Milliarden Euro-Buchverluste, 17 Milliarden Dollar-Buchverluste

Zusätzlich ist auch der Dollar wieder tief unter die Parität gesunken, welche die US-Währung kürzlich erreicht hat. Ende September verfügte die SNB über Dollar-Anlagen von 142 Milliarden Dollar. Zum Wechselkurs von 88 Rappen gingen hier heute innert Minuten weitere 17 Milliarden Franken verloren.

Diese Einbussen dürften die anstehenden Diskussionen um die Ausschüttung an Bund und Kantone neu prägen. Allerdings geht SNB-Präsident Thomas Jordan davon aus, dass die Devisenmärkte in einer ersten Schockreaktion übertrieben haben und sich der Franken in nächster Zeit wieder abschwächen wird.

(sda/tno/ama)

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