Die Schweizerische Nationalbank dürfte im dritten Quartal zwischen 15 und 20 Milliarden Franken Gewinn erzielt haben, schätzt die Grossbank UBS. Im ersten Halbjahr 2015 häufte die Notenbank einen Verlust von 50 Milliarden Franken an.

Die Währungskurse mit der Abschwächung des Frankens hätten sich für die Nationalbank vorteilhaft ausgewirkt, weist die UBS am Freitag in einer Studie aus. Einzig die Verluste bei den Positionen in Aktien lasten auf dem Resultat. Die Notenbank legt ihre Zahlen für Juli bis September am 30. Oktober vor.

Kantone dürfen hoffen

Die Eigenmittel dürften wieder auf über 50 Milliarden Franken geklettert sein, schreibt die UBS. Der Eigenmittelanteil sollte damit seit Ende Juni um drei Punkte auf 9 Prozent gestiegen sein. Das bleibt aber weiterhin weit hinter den 30 Prozent aus den Jahren 2008 und 2009 zurück.

Die Ausschüttungsreserve bleibt weiter in der roten Zone. Sollten sich aber die Aktienmärkte erholen und der Franken sich weiter abschwächen, könnte die Nationalbank ihre Milliarde Franken an Bund und Kantone ausschütten. Für eine Ausschüttung müssen die Reserven im positiven Bereich liegen.

(sda/dbe/ama)