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SNB: Eine Million für Philipp Hildebrand

Die SNB-Topshots Thomas Jordan (l.) und Philipp Hildebrand, er ist inzwischen zurückgetreten. (Bild: Keystone)

Die SNB-Geschäftsleitung und der Bankrat verdienten 2011 etwas mehr. Philipp Hildebrand und Thomas Jordan verdienten je knapp über eine Million Franken.

Veröffentlicht am 05.04.2012

Die Geschäftsleitung sowie die Mitglieder des Bankrates der Schweizerischen Nationalbank (SNB) haben im vergangenen Jahr etwas mehr verdient.

Philipp Hildebrand, in seinem zweiten und letzten Jahr als Präsident der Nationalbank, kam inklusive Sozialbeiträge auf eine Gesamtvergütung von knapp 1,05 Millionen Franken , wie aus dem am Morgen publizierten Geschäftsbericht der SNB hervorgeht. Damit verdiente Hildebrand rund 54'000 Franken mehr als noch im Vorjahr.

Danthine verdient mehr als Jordan

Auch Vizepräsident Thomas Jordan kam 2011 ebenfalls auf einen Lohn von 1,05 Millionen Franken, 54'000 Franken mehr als 2010. Das dritte Geschäftsleitungsmitglied, Jean-Pierre Danthine, verdiente 1,11 Millionen Franken.

Bei Danthine erklärt sich die im Vergleich zu seinen Kollegen bessere Gesamtvergütung mit höheren Sozialbeiträgen der SNB. Diese hatten 2010 gar mit 380'000 CHF zu Buche geschlagen, weil er seinerzeit als neues Mitglied des Direktoriums von einem einmaligen Einkauf in die Pensionspläne profitierte.

Wegen des Wegfalls dieser einmaligen Einzahlung sind die Vergütungen an die SNB-Geschäftsleitung insgesamt um 158'000 Franken auf rund 3,2 Millionen gesunken. An Gehalt erhielten Hildebrand, Jordan und Danthine alle drei denselben Betrag von 848'900 Franken.

Weniger Geld für Stellvertreter

Die drei Stellvertreter des SNB-Direktoriums erhielten 2011 insgesamt 1,68 Mio Franken ausbezahlt, rund 6,9 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die 15 teils wechselnden Mitglieder des Bankrats kamen auf Vergütungen von insgesamt 684'400 Franken. Das sind 2,9 Prozent mehr als noch 2010.

Die Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) prüft die SNB-Jahresrechnung (Stammhaus) seit 2004 und die Konzernrechnung seit 2008. Dieser Revisionsauftrag brachte PwC im Berichtsjahr 358'257 CHF ein. Deutlich besser schenkte der Revisionsauftrag für den Stabilisierungsfonds ein, der mit 1,11 Millionen Franken entschädigt wurde. Im Vorjahr waren es noch 1,54 Millionen.

Für «prüfungsnahe» Dienstleistungen von PwC wurden 112'560 Franken fällig, darunter 53'449 Franken für die Prüfungshandlungen im Zusammenhang mit privaten Finanzgeschäften der Familie Hildebrand.

(chb/muv/awp)

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