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Bankenregulierung
SNB fordert Verbesserungen bei UBS und CS

Paradeplatz
Paradeplatz: Die SNB sieht Handlungsbedarf bei den Grossbanken.Quelle: Keystone

Trotz einer klaren Verbesserung der Kapitalsituation sieht die SNB weiteren Handlungsbedarf bei den Grossbanken.

Veröffentlicht am 21.06.2018

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) attestiert den Schweizer Grossbanken eine klare Verbesserung ihrer Kapitalsituation in den letzten Jahren. Trotzdem sieht sie weiteren Handlungsbedarf.

Einerseits fordert die SNB für die UBS und die Credit Suisse weiterhin eine Verbesserung bei der Verschuldungsquote (Leverage Ratio) und weitere Fortschritte bei den Plänen zur Abwicklung der Bank in einem Krisenfall.

Wie die SNB in ihrem neuesten, am Donnerstag veröffentlichten «Financial Stability Report 2018» schreibt, haben die beiden Schweizer Grossbanken seit der Finanzkrise eine Anzahl von Massnahmen im Rahmen der neuen «Too big to fail»-Regulierung (TBTF-Gesetz) und revidierter internationaler Standards zur Verbesserung der Widerstandskraft getroffen. So hätten sie etwa ihr Eigenkapital erhöht, die Risiken heruntergefahren und ihr Geschäftsmodell angepasst.

Fokus auf Wachstum

Vor diesem positiven Hintergrund würden sowohl CS und UBS nun aber graduell den Fokus wieder vermehrt auf Wachstums-Strategien und neue Geschäftsinitiativen legen. Beide Banken wollten wieder wachsen und nähmen auch mehr Risiken in Kauf. Und beide hätten auch angekündigt, dass sie ihre Ausschüttungen an die Aktionäre erhöhen wollen.

Daher sei aus Finanzstabilität-Perspektive notwendig, dass alle Teile der TBTF-Gesetzgebung erfüllt würden. Der erste Pfeiler der Regulierung umfasst dabei Anforderungen an die Verlustfähigkeit systemrelevanter Banken bei laufenden Betrieb («going concern»), beim zweiten Pfeiler, der sogenannten «Resolution», geht es um die Abwicklung der Bank im Krisenfall («gone concern»).

Hohe Verschuldung

Laut SNB haben beide Grossbanken seit dem letzten Stabilitätsbericht diesbezüglich weitere Fortschritte gemacht. Allerdings brauche es weitere Anstrengungen. In Sachen Widerstandskraft erfüllen beide Banken die risikogewichteten Kapitalanforderungen. Was die Leverage Ratio, also die Verschuldung betrifft, seien aber weitere Verbesserungen nötig, schreibt die SNB.

Zudem braucht es laut der Nationalbank weitere Fortschritte im Hinblick auf eine mögliche Abwicklung. Zum Beispiel müssten weitere Massnahmen für die Liquiditätsplanung im Krisenfall getroffen werden. Weiter müsse die Absorbierung von Verlusten nicht nur auf Gruppenebene, sondern auch auf Basis einzelner Gruppeneinheiten sichergestellt werden. Und drittens sollten die Banken die finanziellen und operationellen Abhängigkeiten innerhalb der Gruppe weiter reduzieren.

(sda/gku/mbü)

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