Der Druck auf den Bankenplatz Schweiz wächst. Unversteuerte Vermögen werden für die Finanzinstitute zunehmend zum Fluch. «Für die Banken bestehen grosse rechtliche Risiken», bestätigt Thomas Sutter, Sprecher der Schweizerischen Bankiervereinigung. Nun hoffen die Banken darauf, dass der Bund mit den einzelnen Ländern Steueramnestien vereinbart. Der Vorteil: Die reuigen Schwarzgeldbesitzer könnten ihr offengelegtes Geld bei den Schweizer Banken belassen.

Ein mögliches Vorbild wäre die Weissgeld-Strategie Liechtensteins: «Wir haben mit unserer Strategie eine echte Alternative zum automatischen Informationsaustausch aufgezeigt», sagt Klaus Tschütscher, der Regierungschef des Fürstentums, der «Handelszeitung».

Statt wilden Aktivismus fordern prominente Banker mehr Gelassenheit. «International gesehen erfüllen wir die wichtigsten Anforderungen im Steuerstreit», sagt Raiffeisen-CEO Pierin Vincenz. Und der Schwyzer Finanzvorstand Georg Hess wehrt sich für unser Land: «Es ist längst nicht so, dass wir jeden Betrüger laufen lassen.»