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Einkauf
So liefert LeShop direkt in Ihren Kofferaum

So kaufen Volvofahrer ein: Vom Onlineshop über die Post direkt in den Kofferraum.Bild: Volvocars.com

Kaufen Besitzer eines neueren Volvo bei Leshop ein, liefert der künftig auf Wunsch in den Kofferraum. Das ist erst der Anfang: Auch Zalando-Päckli könnten kommen - und weitere Dienste sind geplant.

Von Christian Bütikofer
am 01.03.2017

Wer seine Esswaren online bei LeShop bestellt, dem liefert die Migros-Tochter in Zukunft auf Wunsch direkt in den Kofferraum – vorausgesetzt, man fährt mit einem Volvo herum. Die so genannte «In-car Delivery» funktioniert mit einem digitalen Schlüssel, der dem Warenlieferanten einen einmaligen Zugang zum Auto ermöglicht.

Die Nutzer registrieren sich dazu für «In-car Delivery», bestellen die Produkte auf der Webseite Leshop.ch und wählen beim Kaufabschluss ihren Volvo als Lieferort. Der Pöstler ortet das Auto dank Geolokalisation, öffnet den Kofferraum mit Hilfe des digitalen Schlüssels und verstaut die Waren im Auto – der Kofferraum wird so zum benzinbetriebenen Poschtiwägeli.

Gegen Diebstahl versichert

Im Dienst inbegriffen ist eine Diebstahlversicherung von Allianz in der Höhe von 2000 Franken, sagte Pressesprecher Sascha Heiniger handelszeitung.ch. Sollten verderbliche Lebensmittel bestellt werden, so nutzt LeShop eine passive Kühlkette, die bis zu zwei Stunden Frische sicherstellt. Das Angebot gilt zu Beginn in den Städten Zürich, Bern, Genf und Lausanne.

Kunden können aber auch beim Einkauf angeben, ab welchem Zeitpunkt die Waren geliefert werden sollen. So kann man die Frische zusätzlich beeinflussen. Nicht geliefert werden Tiefkühlprodukte.

Pro Jahr verkauft Volvo in der Schweiz etwa 7500 neue Fahrzeuge. Alle Modelle ab dem Jahr 2012 können mit dem «In-car Delivery»-Dienst ausgerüstet werden. Ab sofort wird «Volvo On Call» nun in allen neuen Volvo-Modellen standardmässig vorhanden sein - bis Ende Jahr sind das in der Schweiz über 10'000 Autos.

Vorreiter Schweden

Ende November 2015 startete der Dienst bereits in Schweden, man lieferte Kinderspielzeug und Essen aus. Inzwischen sind auch Sportartikel und Elektronik im Angebot. In Norden wurde der Dienst seit dem Start über 2200 Mal in Anspruch genommen - bedient werden die Ballungsgebiete um Göteborg, Malmö und Stockholm. Seit der Dienst im Oktober letzten Jahres auch in Norwegen verfügbar ist, zählte man dort über 400 Bestellungen, sagte Mediensprecher Sascha Heiniger.

Auch in der Schweiz muss es nicht beim Essen bleiben. Bei Volvo hat man sich bereits schon Gedanken gemacht, wie der Dienst ausgeweitet werden könnte. «Warum nicht Zalando?», meinte Pressesprecher Sascha Heiniger gegenüber handelszeitung.ch. Auch ein Abholservice würde sich anbieten. So dass man etwa schmutzige Wäsche in den Kofferraum stopft, die Kleider durch die Post an einen Reinigungsservice schicken lässt, der die Ware reinigt und gleich wieder in den Kofferraum schickt - noch ist das aber Zukunftsmusik.

In diesem Werbespot wird die neue Liefermethode gezeigt:

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