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Elektromobilität
So lukrativ kann das Model 3 für Tesla werden

Tesla Model 3
Das heftig diskutierte Model 3 von Tesla: Die Kosten zur Fertigung betragen nicht mehr als 18'000 Dollar. Quelle: Keystone .

Deutsche Ingenieure haben ein Model 3 von Tesla zerlegt. Und sagen: Das Fahrzeug könnte hoch profitabel werden.

Veröffentlicht am 01.06.2018

Das Model 3 von Tesla weckt grosse Hoffnungen – von Investoren, von Tesla-Fans und natürlich von Tesla-Chef Elon Musk. Schafft er es, eine funktionierende Produktion für das Massenauto von Tesla zu etablieren? Und kann dieses Modell dem Elektroautohersteller zum Durchbruch verhelfen und ihn vom Nischen- zum Massenhersteller machen?

Deutsche Ingenieure haben das Model 3 von Tesla nun in Einzelteile zerlegt und einer gründlichen Analyse unterzogen. Der Bericht liegt dem deutschen Wirtschaftsmagazin «Wirtschaftswoche» vor. Die Ingenieure stellten fest, dass die Kosten für das Material und die Lieferung nicht mehr als 18'000 Dollar betragen. Dazu kommen nochmals 10'000 Dollar Aufwand für die Produktion des Fahreugs. Ihr Fazit: Tesla könnte mit dem Model 3 echtes Geld verdienen. Der Startpreis des Autos beträgt mindestens 35'000 Dollar. Daraus ergäbe sich eine satte Marge. Bei voller Ausstattung soll ein Model 3 gut 78'000 Dollar kosten.

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Zwar ist das Model 3 noch weit vor seiner Markteinführung in Europa entfernt – aber die Ingenieure konnten einige der neuen Elektroautos von Tesla von den USA nach Europa verschiffen. Dort haben sie die Autos in Einzelteile zerlegt. Eine Praxis, die in der Automobilindustrie üblich ist, um mit der Konkurrenz und ihrer Technologie Schritt zu halten. Ein solcher Aufwand wie im Fall des Model 3 werde aber selten betrieben, heisst es im Bericht. 

Kobalt-Gehalt massiv reduziert

Die Ergebnisse zeigen weiter auf: Je mehr Fahrzeuge bei Tesla pro Zeiteinheit vom Band laufen, desto grösser bleibt der Gewinn. Die angestrebten 10'000 Fahrzeuge, die pro Woche das Produktionsband verlassen sollen, würden laut einem Ingenieur «signifikant positiven Ergebnisbeitrag» leisten. Zurzeit gehen Experten aber davon aus, dass Tesla zwischen 2'000 bis 4'000 Autos pro Woche herstellen kann.

Eine weitere Erkenntnis brachte die Analyse: Die Ingenieure haben auch das Herzstück des Autos – die Batterie – genauer betrachtet. Und kamen zum Schluss: Tesla und Panasonic ist es anscheinend gelungen ist, den Gehalt des Kobalts in den Batterien drastisch zu reduzieren - auf bis auf 2,8 Prozent. Bislang war ein Anteil von 8 Prozent Standard. 

(tdr)