Der Siegeszug ist eindrücklich: In den ersten drei Monaten 2016 haben die Schweizer 430 Exemplare der Tesla-Limousine Model S immatrikuliert. Damit liessen die Stromer aus Kalifornien das deutsche Premium-Dreigestirn klar hinter sich.

Im Oberklasse-Segment schnitt Mercedes mit der S-Klasse noch am besten ab; 134 Sternenkreuzer kamen neu auf die Strasse. BMW konnte vom runderneuerten 7er noch 97 Exemplare absetzen, Audi vom alternden A8 gar nur 38 Stück. Jaguar wiederum fährt mit der Limousine XJ, die auch am Ende ihres Lebenszyklus angekommen ist, mit grösserem Abstand hinterher.

Schweiz als Tesla-Hochburg

Hierzulande lehrt Tesla-Chef Elon Musk die Konkurrenz seit Jahren das Fürchten. Neben Kalifornien, Holland und Norwegen gilt die Schweiz als Tesla-Hochburg. 2014 hatte die S-Klasse punkto Stückzahlen noch die Nase vorn, doch schon 2015 verkaufte Tesla vom Model S mehr Exemplare als Audi, BMW und Mercedes zusammen.

Selbst wenn die viertürigen Limousinen von Aston Martin, Bentley, Ferrari, Jaguar und Maserati noch addiert werden: Der Schweizer Tesla-Chef Martin Schmied hat aktuell die Konkurrenz im Sack. Schmied leitete zuvor das Schweiz-Geschäft von Harley-Davidson.

Tücken der Statistik

Neben der offensichtlichen Anziehungskraft des Mainstream-Designs und dem Image als Umweltschützer spielt dem Tesla bei seinem Siegeszug ein weiterer Umstand in die Hände: die zunehmende Vorliebe der Autokäufer für SUV-Karossen, verbunden mit der Politik der Hersteller, für jede Modellnische eine eigene Modellbezeichnung zu kreieren - denn sie beeinflusst die Zählung der Autoimporteure.

Könnten Audi und BMW ihre Oberklasse-SUVs Q7 und X6 den Limousinenzahlen hinzurechnen, dann lägen die drei Deutschen gemeinsam aktuell vor Tesla. Einzeln gezählt, wäre Tesla aber nach wie vor deutlich an der Spitze - und das Tesla-SUV namens Model X ist in der Schweiz noch nicht einmal am Markt. Die Auslieferung startet erst im zweiten Halbjahr 2016.

Die Tesla-Jäger - so sehen die Modelle der Konkurrenz aus: