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Zusammenschluss
So viel will Kengeter mit der Mega-Fusion sparen

Carsten Kengeter: Der einstige UBS-Mann steht der Deutschen Börse vor. Keystone

Frankfurt und London wollen einen neuen Börsenriesen schaffen. Die beiden Firmen erhoffen sich dadurch Einsparungen von fast einer halben Milliarde Euro pro Jahr.

Veröffentlicht am 16.03.2016

Die Deutsche Börse und die London Stock Exchange (LSE) haben eine Vereinbarung für einen Zusammenschluss beider Unternehmen «unter Gleichen» im Zuge eines Aktientauschs getroffen, wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch heisst. Aktionäre und Aufseher haben aber das letzte Wort über die Fusion.

Angestrebt ist, dass nach dem Umtausch der Aktien die Anteilseigner der Deutschen Börse mit 54,4 Prozent eine Mehrheit an der fusionierten Börse halten. Eine neue Holding-Gesellschaft, die «UK TopCo», soll nach britischen Recht geschaffen werden.

Kengeter an der Spitze

Die Deutsche Börse in Frankfurt und die LSE sollen Tochtergesellschaften werden. Deutsche-Börse-Chef Carsten Kengeter soll das Gemeinschaftsunternehmen führen. 

«Es ist eine logische Weiterentwicklung für unsere Unternehmen in einer sich fundamental verändernden Industrie», wird der ehemalige UBS-Banker Kengeter zitiert. Die Aktionäre würden durch beschleunigtes Unternehmenswachstum und die Realisierung von Kosten- und Umsatzsynergien von diesem Zusammenschluss profitieren.

Hohes Sparpotenzial

Konkret versprechen sich die beiden Unternehmen Kostensynergien von 450 Millionen Euro pro Jahr, wie die Börsenbetreiber mitteilen. Diese entstünden vor allem durch die gemeinsame Nutzung von Technologie und den Wegfall von Doppelarbeit.

Die Nachrichtenagentur Reuters hatte bereits vergangene Woche berichtet, dass die Deutsche Börse bei einem Zusammenschluss mit der LSE deutlich mehr einsparen kann als beim letzten Fusionsversuch mit der New York Stock Exchange 2011. Damals hatten beide Unternehmen Kostensynergien von 300 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Deutsche Börse und LSE hatten Mitte Februar angekündigt, zum mit Abstand grössten Börsenbetreiber Europas verschmelzen zu wollen.

(ise, mit reuters)

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