Die Bedeutung der Pharmaindustrie für die Schweiz ist offenbar höher als bisher angenommen. Im Jahr 2014 lag die Bruttowertschöpfung bei über 25 Milliarden Franken und war damit rund einen Drittel höher als bis anhin geschätzt, wie der Branchenverband Interpharma - gestützt auf eine Studie des Instituts Bakbasel - am Dienstag mitteilte. Grund für die Korrektur nach oben sei die Integration der Forschungs- und Entwicklungsausgaben in die öffentliche Statistik.

Weiter sei zu berücksichtigen, dass 100 Franken Wertschöpfung in der Pharmaindustrie 80 weitere Franken bei Zulieferbranchen bewirkten würden, heisst es weiter. Damit belaufe sich der direkte und indirekte Beitrag der Pharmaindustrie im Jahr 2014 auf knapp 45 Milliarden Franken, was rund 7 Prozent des Bruttoinlandprodukts entspreche.

Tragende Säule der Exportwirtschaft

Zudem bilde die Branche mit Ausfuhren von rund 71 Milliarden Franken weiterhin eine tragende Säule der Schweizer Exportwirtschaft. Die Zahl der Beschäftigten wird aktuell mit 41'800 angegeben, womit sich die Anzahl seit 1995 verdoppelt hat.

Auch hinsichtlich der Produktivität pro geleistete Arbeitsstunde ist die Pharmabranche nationaler Spitzenreiter. Die nominale Bruttowertschöpfung im Jahr 2014 lag gemäss Studie bei rund 332 Franken pro geleistete Arbeitsstunde. Dies entspreche dem Vierfachen des gesamtwirtschaftlichen Durchschnitts und sei rund doppelt so hoch wie die Stundenproduktivität des Finanzsektors.

(awp/gku)

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