Wir sprechen von Kompetenz und Weitsicht, von Idee und Realisation, von guter Standort- und Projektentwicklung. Die Total (TU)- oder Generalunternehmer (GU) sind gefordert, langfristig zu denken, flexibel zu reagieren und kompetent zu handeln, getreu nach dem Motto «Denn sie wissen, was sie tun». Die Gesamtleistungserbringer der Schweizer Bauindustrie müssen Bedürfnisse erkennen und diese richtig einzuschätzen wissen sowie entsprechende Lösungen erarbeiten, die den Auftraggeber begeistern und gleichzeitig langfristiger Natur sind.

Verantwortung und Respekt

Eine wichtige Komponente ist die Denkenshaltung, die Verantwortung und Respekt gegenüber der nächsten Generation zeigen muss. «Wir bauen nur so viel, wie es tatsächlich braucht und überlassen der Generation von morgen die Chance zum Verändern und Ergänzen.» Eine zentrale Aussage, die die Thematik aus einem anderen Blickwinkel betrachtet.

Selbstverständlich sind Investitionen in eine hochwertige Architektur, in innovative Energiekonzepte und dynamische Lösungen wichtige Bestandteile einer langfristigen und Werte bildenden Denkweise. Einen interessanten Ansatz bilden Projekte, die Grundstücke oder Gebiete sozial und wirtschaftlich aufbessern. Ein Beispiel dafür ist das Selve-Areal in Thun. Auf einem ehemaligen und zwischenzeitlich verkommenen Industriegelände am Stadtrand von Thun entsteht ein neuzeitliches Bauwerk, das dem Areal und der Umgebung neuen Esprit verleiht (siehe unten). Die Überbauung wird ab 2010 nebst einem Verwaltungsgebäude über eine schöne Parkanlage mit Mehrfamilienhäusern verfügen. Langfristige Werte schaffen attraktiven Lebens-, Wohn- und Arbeitsraum.

Anzeige

Anspruchsvolle Projekte, die eine Vielfalt der vorgängig erwähnten Anforderungen erfüllen, gibt es manche. Aus Aktualitätsgründen weisen wir auf zwei Bauprojekte hin, die dem Anspruch «Langfristige Werte schaffen» nachkommen. Sowohl das im September 2008 eröffnete Zuger Kantonsspital in Baar wie auch die per 2011 bezugsbereite FH-Markthalle in Brugg-Windisch zeichnen sich durch eine hohe Orientierung nach Langfristigkeit aus.

Zuger Kantonsspital in Baar

«Ein Spital muss in erster Linie einfach funktionieren», aus diesem Zeitalter sind wir schon längst hinaus. Heute sprechen wir von Gesundheitszentren, die man gerne betritt, die die Bedürfnisse der unterschiedlichen Ansprechgruppen erfüllen und darüber hinaus durch Design, Professionalität, Modernität, Grosszügigkeit, Flexibilität und eine perfekte Logistik brillieren. Gut so, doch steht das Gesundheitswesen unter einem enormen Kostendruck und verlangt nach einem perfekten Kosten-/Nutzenverhältnis.

Dass es möglich ist, diese unterschiedlichen Anforderungen unter einem Dach zu vereinen und gleichzeitig langfristige Werte zu schaffen, beweist das von HRS erbaute Zuger Kantonsspital in Baar. Auf einer einst grünen Wiese steht heute ein architektonisch beeindruckendes Gebäude. Das Erbauen eines komplett neuen Spitals stellte für alle Beteiligte eine echte Herausforderung dar. Auf das Resultat kann der Kanton Zug stolz sein.

FH-Markthalle in Brugg-Windisch

Konzentration auf ein Bildungszentrum mit attraktivem Umfeld: Die Fachhochschule für Technik, Pädagogik und Wirtschaft, ein Zusammenschluss der Kantone Baselland, Basel-Stadt, Solothurn und Aargau, bezieht 2011 den multifunktionalen Neubau an prominenter Lage in Brugg-Windisch – ein Meilenstein in der Entwicklungsgeschichte des Kantons Aargau. Ein höchst interessantes Projekt, das nebst der Fachhochschule eine Plattform für Gastronomie, Kultur, Dienstleistungs-/Verkaufsnutzung auch Wohnungen anbietet. Und ganz wichtig: Bei diesem Konzept spielt der Faktor Flexibilität eine grosse Rolle. Was heute benötigt wird, kann morgen schon veraltet sein. Die unabhängige Erschliessung garantiert ein flexibles Anpassen der Flächennutzung. Weniger Schulzonen und dafür mehr Dienstleistungsflächen? Oder gar umgekehrt?

Anzeige

Aufgrund einer öffentlichen Ausschreibung erhielt HRS den Zuschlag als Investor und TU, die FH-Markthalle in Brugg-Windisch umzusetzen. Dies aufgrund der Bekanntheit als Leader im Schweizer Markt für Public-Privat-Partnership-(PPP)-Projekte und als erfolgreicher TU und GU von Gross-projekten. Und nicht zuletzt dank der Erfahrung aus der Entwicklung und Realisierung der Berufsschule Langenthal. Ein weiteres neues Projekt in Entwicklung und kurz vor der Baubewilligung ist zudem das Quartier de linnovation de LEPFL in Lausanne.