Nach tagelangem Schweigen nach dem Cambridge-Analytica-Skandal haben nun Mark Zuckerberg und sein Unternehmen Facebook reagiert. Das soziale Netzwerk präsentierte am Mittwoch einen Sechs-Punkte-Plan, um künftigen Datenmissbrauch zu erschweren. 

Anbei ein Auszug der geplanten Massnahmen:

1. Überprüfen unserer Plattform.
Wir werden alle Anwendungen untersuchen, die Zugriff auf grosse Datenmengen hatten, bevor wir 2014 unsere Plattform wechselten, um den Datenzugriff zu reduzieren. Und wir werden eine vollständige Prüfung aller Anwendungen mit verdächtigen Aktivitäten durchführen. Wenn wir Entwickler finden, die personenbezogene Daten missbrauchen, werden wir sie von unserer Plattform verbannen.

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2. Den Leuten Datenmissbrauch mitteilen.
Wir werden die von Apps betroffenen Personen informieren, deren Daten missbraucht wurden. Dazu gehört auch, dass die Menschen wissen, ob auf ihre Daten über «thisisyourdigitallife» zugegriffen wurde. Wenn wir eine App wegen Datenmissbrauch entfernen, sagen wir es allen, die sie verwendet haben.

3. Deaktivieren des Zugriffs ungenutzter Anwendungen.
Wenn jemand innerhalb der letzten drei Monate eine App nicht genutzt hat, schalten wir den Zugriff der App auf ihre Informationen aus.

4. Facebook-Anmeldedaten einschränken.
Wir ändern das Login, so dass wir in der nächsten Version die Daten, die eine App ohne App-Review anfordern kann, auf Namen, Profilbild und E-Mail-Adresse reduzieren. Die Anforderung weiterer Daten bedarf unserer Genehmigung.

5. Die Menschen ermutigen, von ihnen verwendeten Anwendungen zu verwalten.
Wir zeigen den Leuten bereits, mit welchen Anwendungen ihre Konten verbunden sind, und kontrollieren, welchen Datenzugriff sie diesen Anwendungen erlaubt haben. In Zukunft werden wir bessser über diese Entscheidungen informieren und die Handhabung vereinfachen.

6. Menschen belohnen, die Schwachstellen entdecken.
In den kommenden Wochen werden wir das Bug-Bounty-Programm von Facebook erweitern, so dass die Leute uns auch melden können, wenn sie Datenmissbrauch durch App-Entwickler bemerken.

(mg)