Die Tankstellenbetreiberin Socar ist im Verzug beim Umbau der in der Schweiz erworbenen Esso-Tankstellen. Das bestätigt Länderchef Edgar Bachmann im Interview mit der «Schweiz am Sonntag». Socar hätte bis Ende Juni sämtliche Esso-Tankstellen umbauen müssen. Das sei insbesondere bei den unabhängigen Tankstellen nicht möglich gewesen, sagt Bachmann.

Die Verspätungen hatten denn auch Vertragsverletzungen zur Folge. Einerseits mit Esso-Verkäuferin ExxonMobil, andererseits mit der Migros-Tochter Migrolino, die als Partnerin für die Tankstellenshops auftritt. Der Vertrag mit Migrolino sicherte Socar offenbar gewisse Exklusivitäten in der Zusammenarbeit, welche durch die Verzögerungen neu verhandelt werden mussten.

Wie viel Socar für das Esso-Netz bezahlt hat, wurde bisher nicht kommuniziert. Interne Dokumente zeigen nun, dass die aserische Muttergesellschaft für die frühere Esso Schweiz gut 300 Millionen Franken bezahlt haben dürfte.

(chb)