Laut dem European Innovation Scoreboard ist die Schweiz nach 2009 auch 2010 das innovativste Land Europas. Sucht man aber im Internet nach den Trägern dieser Innovation, sind weder eine umfassende Informationssammlung noch ein flächendeckendes Netzwerk zu finden. Das soll sich nun mit dem Social-Media-Portal www.inno-swiss.com ändern, wie die Initianten betonen.

Wissensaustausch vermehren

Mit der Unterstützung der Gebert Rüf Stiftung und in Partnerschaft mit Hyperweek und Swissnex Boston hat das Institut für Jungunternehmen (IFJ) vor kurzem die Online-Plattform lanciert. Ziel ist es, Schweizer Innovatoren und Unternehmern ein einzigartiges virtuelles Portal zur Verfügung zu stellen, mit dem sie ihre Aktivitäten vorantreiben und sich untereinander austauschen können. Dadurch soll sowohl in der Schweiz als auch insbesondere im Ausland eine höhere Bekanntheit, eine bessere Vernetzung und ein vermehrter Wissensaustausch unter den führenden und aufstrebenden Schweizer Innovatoren ermöglicht werden.

Folgende Domains stehen zur Auswahl: ICT, Biotech, Medtech, Cleantech, Micro/Nano Technology, Electronics-Mecanics, Materials-Chemicals und Others. Und die Kategorien der Actors lauten: Start-ups, Investors, Supporters, Industry und Research Centers.

Sich in Gruppen organisieren

Projektleiter Jordi Montserrat erklärt: «Bis anhin gab es keinen Ort, wo man Informationen zur Schweizer Innovationsszene beziehen und gleichzeitig mitverfolgen konnte, was sich in diesem Bereich so tut. Genau da setzen wir mit www.inno-swiss.com an. Auf der Plattform können innovative Unternehmen, Investoren, Förderstellen und andere sich in Gruppen zusammenschliessen, Neuigkeiten bekannt machen und auf dem Laufenden bleiben.»

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Interesse im Ausland wecken

Die Plattform dürfte auch im Ausland auf Interesse stossen. Pascal Marmier, Direktor von Swissnex Boston, sagt: «Innovation wird zunehmend global. www.inno-swiss.com wird unsere Arbeit erleichtern, den Austausch mit Top-Innovatoren in der Region Boston voranzutreiben. Und während Unternehmen die unterschiedlichen Herangehensweisen in den verschiedenen Teilen der Welt kennen lernen, ist es äusserst hilfreich, dank einer solchen Internetseite den Ideenaustausch mit gleichgesinnten Schweizer Kontakten sicherstellen zu können.»

Dies ist auch ein Grund für die Gebert Rüf Stiftung, die unter anderem das Start-up-Förderprogramm Venture Kick mit begründet hat, beim Projekt mitzuwirken. Pascale Vonmont, stellvertretende Geschäftsführerin, führt dazu aus: «Für viele innovative Start-ups aus dem Hightech-Bereich ist der Schweizer Markt zu klein. Eine Expansion ins Ausland ist nicht nur wünschenswert, sondern oft auch ein Muss, um überhaupt überleben zu können. Deshalb ist eine nationale und internationale Vernetzung von Anfang an wichtig, um neue Märkte zu erschliessen und potenzielle Investoren sowie strategische Partner zu finden. Das Portal www.inno-swiss.com kann dabei einen wertvollen Beitrag leisten.»

Aus eigener Erfahrung lernen

Der Rahmen für den virtuellen Auftritt hat das Jungunternehmen Hyperweek aus der Romandie entwickelt. Für Mitgründer Raphaël Briner ein Projekt, in dem er selber einen grossen Nutzen sieht: «Während unserer Firmenentwicklung hatte ich die Gelegenheit, am zehntägigen Business-Development-Programm Venture Leaders der Förderagentur für Innovation KTI in Boston teilzunehmen. Von diesen Kontakten, die ich in dieser Zeit schliessen konnte, profitiere ich nach wie vor. Gerade für innovative Start-ups bietet so eine Plattform eine gute Chance, sich selber zu präsentieren und ihr Netzwerk zu erweitern.»