Die ultralockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) hat die französische Grossbank Société Générale zum grössten Quartalsgewinn seit 2007 getrieben. Unter dem Strich verdiente das Institut im zweiten Jahresviertel 1,35 Milliarden Euro, 25 Prozent mehr als vor einem Jahr, wie es am Mittwoch in Paris mitteilte. Damit übertraf das Geldhaus die Erwartungen von Analysten. Die Bank kündigte zudem ein neues Programm an, mit dem bis 2017 rund 850 Millionen Euro eingespart werden sollen.

Die Bank profitierte an vielen Stellen von den massiven Hilfen der EZB, mit denen die Notenbank die Wirtschaft in Europa ankurbelt. So musste die Société Générale im französischen Privatkundengeschäft deutlich weniger für faule Kredite zurücklegen. Einen kräftigen Zuwachs gab es im Aktienhandel. Ausserdem wirkten sich Bilanzierungseffekte bei der Bewertung der eigenen Schulden positiv aus. Damit konnte die Bank auch die Probleme in ihrem wichtigen Russland-Geschäft wettmachen.

(awp/me)