Der weltweit drittgrösste Software-Konzern Oracle hat trotz verstärkten Gegenwinds mehr neue Software verkauft. Das ertragreiche Geschäft mit neuen Software-Lizenzen legte im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres um 17 Prozent zu, wie Oracle nach US-Börsenschluss mitteilte.

Analysten hatten im Schnitt mit einem Plus von 15 Prozent gerechnet. Neue Lizenzen gelten als Indikator für künftiges Wachstum, weil Kunden in der Regel mit den Programmen Wartungsverträge unterzeichnen und damit weitere Umsätze garantieren.

Die teuer zugekaufte Firmenrechner-Sparte lag hingegen im ersten Geschäftsquartal zum wiederholten Male hinter dem Vorjahreszeitraum. Vor allem die Einstiegscomputersysteme hätten sich schlechter verkauft, sagte Oracle-Präsident Mark Hurd am Firmensitz im kalifornischen Redwood Shores.

Oracle gibt stets rund einen Monat vor seinen Konkurrenten Einblick ins abgelaufene Quartal. Die Geschäftszahlen werden deswegen stets mit besonderer Aufmerksamkeit bedacht. Der Konzern erzielte im Vierteljahr zu Ende August Erlöse von 8,37 Milliarden Dollar.

Dies ist ein Zuwachs von 12 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Analysten hatten 8,35 Milliarden prognostiziert. Der Gewinn stieg um rund 36 Prozent auf 1,84 Milliarden Dollar. Die Anleger liessen die Aktie nachbörslich um mehr als 1 Prozent steigen.

(tno/kgh/sda/awp)