Das Schweizer Solarflugzeug Solar Impulse 2 wird seine Weltumrundung erst im Frühling 2016 fortsetzen. Der Schaden an den Batterien, die sich beim fünftägigen Rekordflug von Japan bis Hawaii überhitzt haben, kann nicht in kurzer Zeit behoben werden. Das Solarflugzeug von Bertrand Piccard und André Borschberg werde bis kommendes Frühjahr auf Hawaii bleiben, teilte das Team von Solar Impulse am Mittwoch mit. Die Solar Impuls 2 soll Anfang April an die Westküste der USA weiterfliegen.

Bei der längsten und schwierigsten Etappe vom japanischen Nagoya bis Hawaii blieb das Flugzeug fünf Tage und Nächte in der Luft, insgesamt 117 Stunden und 52 Minuten. Pilot Borschberg brach damit den Rekord des längsten Solofluges und der längsten je von einem Solarflugzeug zurückgelegten Strecke.

Planungsfehler beim Kühlsystem

Bereits nach dem Start in Japan stieg die Temperatur in den Batterien wegen des raschen Aufstiegs auf grosse Höhe und zu starker Isolation gefährlich an. Weil das Flugzeug in den nachfolgenden Tagen jeweils auf über 8000 Meter Höhe anstieg, um in der Nacht wieder zu sinken, konnte die Temperatur in den Batterien nicht mehr gesenkt werden.

Es handle sich nicht um ein technisches Versagen, sondern um einen Planungsfehler bezüglich des Kühlungssystems und des Designs der Batterien. Rückschläge gehörten jedoch bei einem Projekt, welches die Grenzen der Technik auslote, dazu, hielt Solar Impulse fest.

Acht Etappen geschafft

Die Universität von Hawaii stellt dem Team von Solar Impulse ihren Hangar am Kalaeloa Airport bis Frühling zur Verfügung. Bis dann soll der Sonnenflieger mit neuen Batterien und einem neuen Kühlungssystem ausgerüstet werden.

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Das Schweizer Pionierflugzeug hat seit dem Start in Abu Dhabi in acht Etappen nahezu die Hälfte der Weltumrundung geschafft. Ab Frühling geht es nach der US-Westküste und New York über den Atlantik und weiter an den Ausgangspunkt.

(sda/gku)