Calida steigerte von Januar bis Juni dem Umsatz um 6,4 Prozent auf 178,9 Millionen Franken. Der Betriebsgewinn stieg um 42,2 Prozent auf 3,4 Millionen Franken. Unter dem Strich blieben 3,5 Millionen.

Gut liefen im ersten Halbjahr vor allem die Verkäufe der Kernmarke Calida sowie der Gartenmöbel der Marke Lafuma. Das Resultat wird vom Unternehmen als positiv gewertet. Calida leidet generell unter dem Einkaufstourismus und dem schwachen Konsum.

Verhaltener Ausblick

Der Ausblick ist indes verhalten. Der Konzern geht davon aus, dass er den Gruppenumsatz über das ganze Jahr gerechnet lediglich halten kann. Im letzten Jahr setzte Calida 359 Millionen Franken um.

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Die Ertragslage dürfte insbesondere durch Investitionen in die Marken und die Reorganisation unter dem neuen Chef Reiner Pichler negativ beeinflusst werden, wie Calida in einer Mitteilung am Mittwoch einräumt.

Streit an der Spitze

Die Bekleidunsgruppe stand bis im April unter der Führung von Felix Sulzberger. Sulzberger war 16 Jahre im Amt,  hat sich aber mit dem Verwaltungsrat überworfen. Er wollte das Wachstum der Gruppe mit weiteren Zukäufen forcieren. Verwaltungsratspräsident Thomas Lustenberger hat anschliesend seine Absetzung durchgesetzt. Sulzberger warnte, dem Verwaltungsrat fehle das nötige Wissen, um das Unternehmen erfolgreich in die Zukunft zu führen.

Für den Verwaltungsrat stehen Akquisitionen nicht mehr im Vordergrund. Das hat Calida anlässlich der Halbjahreszahlen nochmals bestätigt: Der neue Chef Reiner Pichler will sich künftig auf das organische Wachstum fokussieren, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

(sda/ise/me)