Der Logistikdienstleister Kühne + Nagel (K+N) ist im Geschäftsjahr 2013 gewachsen und hat den Gewinn im Vergleich zum Wert aus der durch Sondereffekte belasteten Vorjahresrechnung deutlich gesteigert. Der Umsatzerlös nahm leicht auf 20,92 Milliarden Franken nach 20,75 Milliarden im Vorjahr zu, der für ein Logistikunternehmen aussagekräftigere Bruttogewinn stieg um 2,7 Prozent auf 6,26 Milliarden, wie K+N mitteilte.

Der operative Gewinn auf Stufe Ebitda kletterte um 4,6 Prozent auf 962 Millionen in die Höhe und der Ebit verzeichnete ein Plus von 9 Prozent auf 761 Millionen. Der den Aktionären anrechenbare Reingewinn erhöhte sich auf 597 Millionen nach zuvor 484 Millionen, jener inklusive Minderheiten lag bei 607 (VJ 492) Millionen.

Im Jahr 2012 war das Ergebnis allerdings durch eine Kartellbusse der Europäischen Union in der Höhe von umgerechnet 65 Millionen belastet gewesen.

Zwei Franken Sonderdividende

Mit den wichtigsten Kennzahlen hat K+N die Erwartungen der Analysten mit dem Gewinn getroffen, der Bruttogewinn und der Umsatz verfehlten derweil die Vorgaben. Im Durchschnitt (AWP-Konsens) wurde ein Bruttoumsatz von 21,27 Milliarden Franken, ein Bruttogewinn von 6,30 Milliarden, ein Ebitda von 970 Millionen sowie ein Reingewinn nach Abzug der Minderheiten von 598 Millionen erwartet.

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Der Generalversammlung schlägt Kühne + Nagel die Ausschüttung einer Dividende von Total 5,85 Franken je Aktie vor, im Vorjahr waren 3,50 Franken zur Auszahlung gekommen. Die Dividende setzt sich aus einer ordentlichen Ausschüttung von 3,85 Franken und einer Sonderdividende von 2,00 Franken zusammen.

Veränderungen im Management

K+N habe im vergangenen Jahr mit organisatorischen Anpassungen, Verbesserungen in der Kostenstruktur und einem klaren Fokus auf die Margen profitables Wachstum erzielt, lässt sich der neue CEO Detlef Trefzger in der Mitteilung zitieren.

Laut VR-Präsident Karl Gernandt strebt die Gruppe im laufenden Jahr mit dem neuen Management-Team, im Sommer wird auch Finanzchef Gerard van Kesteren sein Amt an Markus Blanka übergeben, weiteres qualitatives Wachstum an. Van Kesteren wurde zusammen mit Martin Wittig für die Wahl in den VR vorgeschlagen.

(awp/tke/vst)