US Airways meldet einen leichten Gewinnrückgang: Aufwendungen für den Zusammenschluss mit der grösseren Konkurrentin und höhere Steuern liessen den Nettogewinn im zweiten Quartal auf 287 Millionen Dollar schrumpfen – 6 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Der operative Gewinn legte hingegen um 19 Prozent auf 481 Millionen Dollar zu, wie US Airways in Tempe, Arizona, mitteilte. Sonderbelastungen herausgerechnet, schnitt das Unternehmen besser ab als Analysten erwartet hatten.

Von April bis Juni konnte US Airways den Umsatz um 3 Prozent auf fast 3,9 Milliarden Dollar steigern. Während das Unternehmen rund 4 Prozent mehr für seine Beschäftigten auf den Tisch legen musste, gingen die Treibstoffkosten in ähnlichem Ausmass zurück. Kerosin ist bei Fluggesellschaften inzwischen der grösste Kostenblock. Wegen des starken Wettbewerbs können die Unternehmen steigende Treibstoffpreise jedoch nur begrenzt durch höhere Ticketpreise ausgleichen.

Durch die Fusion will US Airways zusammen mit American Airlines zur grössten Fluggesellschaft der Welt aufsteigen. Der Mutterkonzern von American Airlines, AMR, war Ende 2011 in den Gläubigerschutz nach dem US-Insolvenzrecht geflüchtet und hat seither an seiner Sanierung gearbeitet. Der Zusammenschluss soll bis Ende September über die Bühne gehen.

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Weniger Ausgaben für Kerosin

Der Konkurrent Delta schreibt unterdessen dank niedrigerer Kosten wieder schwarze Zahlen. Für das abgelaufene Quartal wies das US-Unternehmen einen Überschuss von 685 Millionen Dollar aus, nachdem im Jahr zuvor noch ein Verlust von 168 Millionen zu Buche stand.

Vor allem die Ausgaben für Kerosin gingen deutlich zurück. Aber auch die Aufwendungen für den operativen Betrieb fielen um 8 Prozent. Der Umsatz des Konzerns lag mit 9,71 Milliarden Dollar in etwa auf der Höhe des Vorjahres. Während das Passagiergeschäft gut lief, gab es im Cargo-Bereich ein klares Minus.

(ama/vst/awp/reuters)