Die US-Notenbank Federal Reserve hat die scharfe Sonderüberwachung der Credit Suisse (CS) beendet, die sie wegen deren Verstössen gegen US-Sanktionen Ende 2009 verhängt hatte. Die Grossbank hatte damals eine Rekordbusse von 536 Millionen Dollar zahlen müssen.

Die Unterlassungsanordnung vom 16. Dezember 2009 sei am heutigen Tag aufgehoben worden, teilte die Notenbank in einem knappen Communiqué mit. Damit hatte die Fed die Credit Suisse zur Beseitigung der Verfehlungen verpflichtet.

Unter anderem musste die Bank Angestellte, die mit Dollartransfers oder mit dem Wertpapierhandel in Dollar zu tun haben, in Schulungen schicken. Zudem musste die Credit Suisse regelmässig über die Einhaltung der US-Gesetze Bericht erstatten und sich einer scharfen Überwachung der Geschäftspraktiken durch US-Behörden und die Eidg. Finanzmarktaufsicht (Finma) unterziehen.

Die USA hatten der Grossbank Verstösse gegen US-Sanktionen gegen den Iran sowie Kuba, Libyen, Burma und Sudan vorgeworfen. Das US-Justizdepartment hatte damals erklärt, die CS habe zwischen Mitte der 1990er-Jahre bis 2006 illegale Transaktionen von mehr als 1,6 Milliarden Dollar abgewickelt. Auch eine Reihe von anderen Banken wurden von den US-Behörden gebüsst.

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Im Dezember 2009 schloss die Credit Suisse einen Vergleich mit den US-Behörden. Mit der Zahlung von 536 Millionen Dollar erreichte sie, dass die Strafverfolgung wegen der Missachtung von Sanktionen der USA aufgeschoben wurde.

(laf/sda)