1. Home
  2. Unternehmen
  3. Sony soll Gemischtwarenladen bleiben

Strategie
Sony soll Gemischtwarenladen bleiben

Kazuo Hirai: Der Sony-Chef sieht sich mit Widerstand konfrontiert. (Bild: Keystone)

Firmenchef Kazuo Hirai will, dass Sony in Zukunft dem Geschäft für Elektronik, Musik und Video weiter nachgeht. Mit dieser Strategie des japanischen Elektronikriesen sind nicht alle einverstanden.

Veröffentlicht am 31.05.2013

Der japanische Elektronikkonzern Sony soll nach dem Willen des neuen Chefs Kazuo Hirai ein Gemischtwarenladen aus Elektronik, Spielen, Musik und Video bleiben. Doch der Verwaltungsrat muss einen Investoren-Vorschlag zur Aufspaltung trotzdem ernsthaft prüfen.

Sony-Chef Kazuo Hirai hat sich gegen die von einem einflussreichen Investor geforderte Aufspaltung des Elektronik-Giganten ausgesprochen. Die Prüfung des Vorschlags läuft unterdessen auf Hochtouren. Sony arbeite dabei mit der Investmentbank Morgan Stanley und der Citigroup zusammen, berichteten der US-Sender CNBC und die Finanznachrichtenagentur Bloomberg.

Der US-Milliardär Daniel Loeb fordert, dass Sony sein Film- und Musikgeschäft abspaltet und an die Börse bringt. Die Einnahmen sollen in die Sanierung des kriselnden Elektronik-Geschäfts fliessen.

Eigenes Hollywood-Studio

Hirai betonte bei einem Auftritt die Vorteile der heutigen integrierten Struktur. Zum Beispiel werde ein Rivale wie Samsung Filme für die neuen 4K-Fernseher mit vierfacher HD-Auflösung auswärts einkaufen müssen, argumentierte Hirai bei der Konferenz D11 des Technologie-Blogs «All Things D». Und weiter: «Wir haben solche Inhalte im Haus und werden sie den Kunden direkt anbieten können», sagte er mit Blick auf das eigene Hollywood-Studio, das zuletzt an Hits wie «The Amazing Spider-Man» oder dem neuen James-Bond-Film «Skyfall» beteiligt war.

Sein Ziel sei, dass Sony erfolgreich im Entertainment-Bereich weitermachen könne, sagte Hirai dem Fernsehsender CNBC. Allerdings müsse Verwaltungsrat des Unternehmens den Vorschlag zur Abspaltung prüfen.

Loeb sieht sich als grösster Einzelaktionär von Sony. Sein Hedge-Fonds Third Point sammelte nach bisherigen Informationen einen Anteil von 6,5 Prozent an. Loeb ist als aggressiver kritischer Aktionär bekannt und hatte bereits den Internet-Pionier Yahoo in die Knie gezwungen: Er war massgeblich daran beteiligt, dass Konzernchef Scott Thompson durch Google-Managerin Marissa Mayer ersetzt wurde.

(muv/vst/sda)

Anzeige