Rund 20 Prozent der in sozialen Berufen Beschäftigten sind Praktikanten und Ungelernte, wie eine Untersuchung des Instituts für Wirtschaftsstudien Basel (IWSB) im Auftrag der Dachorganisation Savoirsocial zeigt.

Die von der «NZZ am Sonntag» publik gemachte Erhebung weist zudem aus, dass in den nächsten Jahren ein grosser Bedarf an zusätzlichen Fachkräften besteht.

Lohnkosten niedrig halten

Dass etwa in Kindertagesstätten, Horten und Heimen ein beträchtlicher Anteil des Personals keine formale Ausbildung hat, erklärt Savoirsocial-Geschäftsleiterin Karin Fehr auch damit, dass die Arbeitgeber mit solchen Angestellten die Lohnkosten im Rahmen halten könnten.

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Aus fachlicher Sicht sei dies prekär, «weil sich zum Beispiel in Kindertagesstätten oft die am wenigsten Qualifizierten am längsten um die Kinder kümmern», sagt Fehr. Savoirsocial plädiert dafür, den Einstieg in eine Berufsausbildung zu erleichtern.

(gku)