Das Personal der vor der Schliessung stehenden Tamoil-Raffinerie in Collombey VS will ein höheres Tempo bei den Verhandlungen über den Sozialplan. Das könnte auch zu einer grösseren Ruhe unter dem Personal beitragen, teilte die Gewerkschaft Unia mit.

Die Verhandlungen hätten am Dienstag begonnen, sagte Unia-Sekretär Blaise Carron am Mittwoch vor den Medien in Collombey VS. Am Verhandlungstisch hätten aber seitens von Tamoil keine Entscheidungsträger gesessen.

Skelett da, Fleisch fehlt

Das Personal habe eine Teilnahme der Direktion verlangt, der Direktor verhandle aber nicht mit. Das erklärt den langsamen Prozess auf wöchentlicher Basis, wie Patrik Chaby, Sekretär der christlichen Gewerkschaften, sagte. Das Skelett des Sozialplans sei da, das Fleisch daran fehle noch.

Die Hoffnungen der Gewerkschafter ruhen nun auf der neuen Verhandlungsrunde in einer Woche. In zehn Tagen beginnt das Herunterfahren der Raffinerie. Das dauert mehrere Wochen. Von der Schliessung sind 233 Raffinerie-Angestellte im Wallis sowie über 20 Angestellte am Tamoil-Sitz in Genf betroffen.

(sda/ise)

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