Wenige Tage nach der Abwertung der Kreditwürdigkeit Spaniens hat die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) auch einige Banken des Landes herabgestuft. Zu den betroffenen Instituten zählen die Branchengrössen Santander und BBVA, wie S&P mitteilte.

Die beiden Banken hatten dank ihres stabilen Auslandsgeschäfts die Probleme auf dem Heimatmarkt bislang vergleichsweise gut weggesteckt, mussten aber zuletzt wegen der Immobilienkrise viel Geld zurücklegen.

Santander und BBVA um zwei Stufen abgewertet

S&P wertete die Banken nun wie zuvor den spanischen Staat um zwei Stufen ab. Die Ratingagentur begründete ihren Schritt damit, dass das Risiko für die Banken von der Lage Spaniens abhänge. Eine deutlich höhere Bewertung für die Banken als für den Staat sei nicht gerechtfertigt.

Die Bonitätsnote des Landes hatte S&P in der vergangenen Woche von «BBB+» auf «BBB-» reduziert. Damit befindet sich die Kreditwürdigkeit nur noch eine Stufe über dem sogenannten Ramschniveau. Der Ausblick bleibt zudem negativ. Es droht also eine weitere Herabstufung.

Santander notiert nun noch bei «BBB» - zwei Stufen über Ramschniveau. BBVA steht bei «BBB-» und damit nur noch eine Stufe vor dem Abstieg in die Kategorie der spekulativen Anlagen. Der Ausblick ist bei beiden negativ. Weitere neun Banken mussten ebenfalls Federn lassen.

(tke/tno/sda)

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