Noch vor kurzem galt Spanien galten die spansichen Banken als Sinnbild der maroden Euro-Zone. Nun bestanden sie den Stresstest der Europäischen zentralbank mit Bravour.  Und so feierten Ministerpräsident Mariano Rajoy und die Notenbank in Madrid haben das Abschneiden der Geldhäuser des südeuropäischen Landes. Man habe das Bankwesen des Landes saniert, ohne das Rentensystem, den Bildungs- und den Gesundheitssektor oder die Zahlungen von Arbeitslosengeld zu gefährden, betonte der konservative Politiker in Murcia.

Die Banco de España hob hervor: «Keine spanische Bank befindet sich heute in einer Situation von Kapitaldefizit». Die Bankenwelt Spaniens war von der Immobilienkrise von 2008 schwer in Mitleidenschaft gezogen worden. Madrid war deshalb vor zwei Jahren ein internationales Hilfsprogramm in Höhe von rund 41 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt worden. EInzig die spanische Liberbank war von der EZB gerügt worden. Die Prüfung der European Banking Association aber bestand sie.

Zwei Wochen Zeit

Beim Stresstest der Europäischen Zentralbank (EZB) sind 25 der 130 untersuchten wichtigsten Geldhäuser der Eurozone durchgefallen. Insgesamt beträgt die Kapitallücke 25 Milliarden Euro. 13 Geldhäuser müssten die Lücke noch füllen, 12 hätten dies bereits getan und ihre Bilanzen um 15 Milliarden Euro gestärkt. Die übrigen 13 Institute haben nun zwei Wochen Zeit der EZB einen Plan vorzulegen, wie sie das Kapitalloch schliessen wollen. 

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(sda/reuters/se)