TOURISMUS. Es kommt Bewegung ins Dossier rund um Kuonis Ferienanlage Las Playitas auf Fuerteventura. «Wir wurden im Sommer von Kuoni mit dem Verkauf beauftragt», bestätigt Jordi Frigola, Vizedirektor des spanischen Ablegers von Jones Lang Lasalle Hotels in Barcelona, einem weltweit tätigen Hotelimmobiliendienstleister. Seit September diesen Jahres sucht Frigola nun nach einem Käufer für die Hotelanlage. «Das dauert erfahrungsgemäss rund sechs Monate», sagt Frigola. «Las Playitas» ist die letzte Hotelanlage im Besitz der Kuoni-Gruppe.

Damit treibt Kuoni voran, was CEO Armin Meier bereits Ende 2006 angekündigt und jüngst anlässlich einer Pressereise in Kenia bekräftigt hat: «Wir wollen die Ferienanlage so schnell wie möglich verkaufen, aber es soll keinen Panikverkauf geben.» Das ursprüngliche Gemeinschaftsprojekt mit dem Berner Ferienverein kostete die beiden Unternehmen 215 Mio Fr. Ende 2006 rechnete Kuoni nicht damit, dass mit dem Verkauf die gesamten Baukosten gedeckt werden können. Auch Frigola von Jones Lang Lasalle Hotels will dies nicht versprechen. Er ist aber zuversichtlich, dass die Anlage zu einem guten Preis die Hand wechselt – trotz der Immobilienkrise, die über die USA hinaus die Finanz- und Immobilienmärkte bewegt. Frigola: «Der Immobilienmarkt für Hotelanlagen in Spanien und speziell auf den Kanarischen Inseln ist von der Krise nicht betroffen.» Das Interesse an Hotelanlagen auf den Kanaren sei vor allem bei spanischen Investoren gross. Kommt hinzu, dass aufgrund der guten Geschäfte der spanischen Hotels die Belehnung nur gerade bei 50 bis 60% der Investition liege statt der 80 bis 85%, wie man es sonst häufig antrifft.

Hoher Eurokurs könnte helfen

Dass der Verkauf der Ferienanlage dem grössten Schweizer Reiseveranstalter (Umsatz 2006: 4 Mrd Fr.) etwas mehr einbringen dürfte als Ende 2006 erwartet, dafür könnte der starke Euro im Verhältnis zum Schweizer Franken sorgen. Allein im vergangenen Jahr hat sich der Euro um knapp 6% verteuert.

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