Nach Protesten gegen spanische Banken wegen Zwangsräumungen von Wohnungen haben sich mehrere Geldhäuser kompromissbereit gezeigt. Die im Baskenland ansässige Kutxabank kündigte an, Räumungsverfahren bis auf weiteres auszusetzen.

Die Banco Popular, das fünftgrösste Geldinstitut in Spanien, betonte nach einem Bericht der Zeitung «El País» (Sonntagsausgabe), es werde «niemanden auf die Strasse setzen».

Seit Beginn der Wirtschaftskrise wurden in Spanien etwa 350'000 Wohnungen aufgrund richterlicher Verfügungen zwangsweise geräumt. Infolge der Krise und der hohen Arbeitslosigkeit können viele Spanier die Kredite nicht zurückzahlen, die sie für den Kauf von Wohnungen aufgenommen hatten.

Die spanische Regierung verständigte sich am Mittwoch mit der sozialistischen Opposition darauf, im Eilverfahren eine Reform zu verabschieden, die der Welle von Zwangsräumungen Einhalt gebieten soll.

(tke/awp)