Auf der Suche nach Geld: "Die BFA Gruppe und die Bankia haben ein starkes Portfolio von Firmenanteilen", sagte Jose Ignacio Goirigolzarri, Verwaltungsratsvorsitzender von Spaniens viertgrösster Bank, am Samstag vor Journalisten. "Wir werden natürlich danach schauen, einen Verkaufsprozess einzuleiten."

Die teilverstaatlichte Bankia und die Muttergesellschaft BFA sind unter anderem an der International Airlines Group beteiligt, unter deren Dach die Fluggesellschaften British Airways und Iberia zusammengefasst sind, und an dem Energieriesen Iberdrola.

Die Sparkasse musste am Freitag den Staat um weitere 19 Milliarden Euro bitten, um zu überleben. 4,5 Milliarden Euro hat die Regierung bereits in das Institut gepumpt. Die Umwandlung von Vorzugsaktien in Kapital sei keine Lösung, sagte Goirigolzarri. Derzeit halten Investoren Vorzugsaktien im Wert von rund 4 Milliarden Euro.

Der von der Immobilienkrise schwer angeschlagene Bankensektor gilt als Achillesferse des Landes im Kampf gegen die Schuldenkrise. Die Verluste bei Bankia haben die Sorge ausgelöst, dass die viertgrösste Volkswirtschaft der Euro-Zone gezwungen werden könnte, unter den Rettungsschirm ihrer europäischen Partner zu flüchten.

Anzeige

Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) stufte Bankia am Freitag auf Ramschniveau herab.

(tno/sda)