Die Zurich Insurance Group will bei ihrer britischen Tochtergesellschaft 440 Stellen abbauen. Die Massnahme ist Teil eines im Mai angekündigten Sparprogramms, die Einzelheiten des Abbauplanes werden bis im März 2016 ausgearbeitet. Das hat der grösste Versicherer der Schweiz am Montagnachmittag bekanntgegeben.

Am vergangenen Donnerstag gab Zurich Pläne für eine Neuaufstellung der Schadensparte (General Insurance) bekannt, nachdem der Geschäftsbereich im dritten Quartal nach Rückstellungen für Schadensfälle einen Betriebsverlust vorlegte. Dabei wurde  auch der Abbau von 200 Stellen angekündigt. Das schwache Abschneiden der Schadensparte hatte Zurich veranlasst, das Übernahmegebot für RSA Insurance  zurückzuziehen.

Neues im Westen

Die für den heutigen Montag zu erwartende Ankündigung ist nicht Teil der in vergangenen Woche bekanntgegebenen Stellenstreichungen. Kristof Terryn, der neu ernannte Leiter der Sparten Nicht-Leben und Global Life, stellt sein Management-Team neu auf und trennt sich von einigen Geschäftsfeldern in Nordamerika.

Die Sparübung der Versicherung treibt den Aktienkurs. Das Segment der Schadensversicherung soll damit wieder auf Kurs gebracht werden, nachdem im dritten Quartal ein Minus resultierte. Die Massnahmen in der Schadenversicherung sind aber erst ein Anfang. Insgesamt will Bereichs-Chef Kristof Terryn bis 2018 durch mehr Effizienz die Kosten im Segment um mindestens eine Milliarde Dollar senken.

(bloomberg/ise/ama)

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