Betritt man das neue Zentrum von Google in Zürich, stechen als Erstes die «google»-farbenen Sitzkissen ins Auge, daneben stehen Flipperkästen, in einem Raum sieht der Boden wie ein Kieselsteinweg aus, eine Rutschbahn führt von der oberen Etage direkt zum Personalrestaurant, die Schokoladenmousse vom Mittag kann in einem der Fitnesscenter wegtrainiert werden. Nelson Mattos, Vice President von Google Engineering EMEA, begründete, warum das neue Zentrum so gestaltet ist: «Umgebung, Dekoration, Spiele, Strategie und Goodies sind sehr wichtig, um Innovationen zu unterstützen.»

Auch die Regierungspräsidentin des Kantons Zürich, Rita Fuhrer, erwähnte die einmalige Mitarbeiterkultur der «Zooglers» – so bezeichnen sich die Google-Angestellten in Zürich – sowie die lockere und verspielte Atmosphäre. Das konsequent wirtschaftliche Denken und das unternehmerische Streben von Google passe gut zu Zürich, führte Fuhrer anlässlich der Eröffnung weiter aus. «Google ist ein grosser Gewinn für Zürich. Wir freuen uns.» Zürich und die Schweiz werden gestärkt als Arbeitgeber für Informatiker, da bis zu 600 Arbeitsplätze geschaffen werden.

2004 beschäftigte Google im ersten Schweizer Büro bloss zwei Mitarbeiter. Mit mehr als 300 Mitarbeitenden ist das neue Zentrum in Zürich nun die grösste Forschungsstätte von Google ausserhalb der USA. «Die Schweiz ist aus Google-Sicht von grosser Bedeutung», so Andreas Schönenberger, Country Manager von Google Schweiz. Gründe dafür sind die multinationalen Firmen in Zürich, die guten Flug- und Bahnmöglichkeiten, aber auch die ETH.

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