Für unsere Grossväter und Grossmütter galt die Rosshaar-Matratze noch als Inbegriff der Liegequalität und des Schlafkomforts. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil der damaligen Fabrikate war sicher auch, dass das wertvolle Füllmaterial gereinigt und neu aufgeschüttelt werden konnte. Wegen des doch eher hohen Gewichts waren sie meist in zwei Teile geteilt. Die Rosshaar-Version wurde dann etwa in den 50er Jahren sukzessive von der Federkern-Matratze abgelöst. Ihr Innenleben bestand aus einem Gerippe von Stahlfedern und war umgeben von mehreren Polsterschichten. Der Federkern war das Herzstück und massgebend für die Lebensdauer und Härte der Matratze. Dieser Typ mit eingenähten Stahlfedern erfreut sich übrigens bei der Westschweizer Bevölkerung auch heute noch grosser Beliebtheit.

Einen neuen Qualitätsmassstab setzte die «Schaumstoff-Revolution» in den 70er Jahren: Die Matratzenkerne wurden nunmehr aus geschäumtem Kunststoff hergestellt ­ aus synthetischem Polyurethan, einem chemischen Produkt, das aus Erdöl gewonnen wird. Die grössten Vorteile der Schaumstoff-Variante sind ihre Dauerelastizität, gute Atmungsaktivität sowie ein geringes Eigengewicht. Je nach Qualitätsniveau des Produkts wurden zudem unterschiedliche Auflagematerialien verwendet ­ von Schafwolle bis Kamel- oder Ziegenhaar. In Kombination mit dem passenden Einlegerahmen, dem Lattenrost, konnten sich die Käufer ein auf ihre individuellen Bedürfnisse massgeschneiderte Schlafunterlage zusammenstellen. Der Schweizer Matratzenmarkt erlebte zu jener Zeit eine erste Blüte, und die Schweizer Hersteller errangen mit dem Systemgedanken «Flex und Matratze» auch weltweit hohes Ansehen.

Latex sorgt für Elastizität

Anfang der 90er Jahre verzeichnete schliesslich das Material Latex ­ ein Naturprodukt aus dem milchigen Saft des Gummibaums ­ seinen Durchbruch. Es ist besonders elastisch und eignet sich daher ebenfalls ausgezeichnet für die Verwendung mit flexiblen Lattenrosten. Für eine ausreichende Durchlüftung sorgen Hohlräume im Latex-Kern, wobei solch hochwertige Matratzen grosse Punktelastizität bieten. In jener Zeit galten weiche, anpassungsfähige Matratzen als besonders gesund. Heute ist man in der Forschung freilich zu etwas differenzierten Einsichten gelangt. Neben der optimalen Körperanpassung ist nämlich auch eine gezielte Stützung und aktive Federung des Hüftbereichs von grösster Wichtigkeit.

Einen wichtigen Stellenwert im Zusammenhang mit Schlafkomfort haben in den letzten Jahren vermehrt wieder auch die Elemente Wasser und Luft gewonnen. Wasserbetten und Luftmatratzen sind zwar in ihren Nischenmärkten durchaus erfolgreich, vermochten sich aber bislang nicht auf breiter Front durchzusetzen; genauso wenig wie letztlich auch der japanische Futon. Das Wasserbett ­ es wurde in den 60er Jahren in den USA Wasserbett erstmals populär ­ war übrigens der Entdeckung des Plastiks zu verdanken. Später schwappte dieser Trend auch nach Europa über.

Das Qualitätsbewusstsein bezüglich Matratzen ist in der Schweiz sehr hoch entwickelt. Unser Land gilt im Bereich des Schlafkomforts im internationalen Vergleich seit längerem als führende Nation, denn nirgends schlafen die Menschen so modern und gesund wie hier. Doch die Entwicklung bleibt nicht stehen. Speziell in der Matratzentechnologie wurden in jüngster Zeit nochmals entscheidende Fortschritte erzielt. Als treibende Kraft in Sachen Innovationen hat sich in diesem Bereich eine noch junge Glarner Firma profiliert.

Stützkraft für den Rücken

Bei der Entwicklung neuer Matratzen rückt Riposa konsequent die optimale Stützung des Rückens ­ insbesondere des Beckenbereichs ­ in den Mittelpunkt. Laufend werden im Kompetenzzentrum für gesunde Schlaftechnologien Forschungsergebnisse ausgewertet und neue Materialien für die Stützkraft sowie die Beweglichkeit der Matratzenkerne ausgesucht und getestet. Zudem werden die vorteilhaften Eigenschaften bekannter Materialien und Komponenten neu miteinander kombiniert, um die Liegequalität und Formstabilität der Matratzen weiter zu steigern. Ein Resultat dieses intelligenten Zusammenführens und Optimierens von an sich bekannten und bewährten Materialien ist die Rückenmatratze: Für dieses Meisterstück neuer Matratzentechnologie wurde eine Dualtex-Schaum-Komponente entwickelt, die dank ihrer besonderen Luftporenstruktur eine hervorragende Durchlüftung gewährleistet. Dieser Dualtex-Innengelenkteil wird oben und unten von einer «PrimAir»-Stützplatte abgedeckt. Zur Stärkung des wichtigen Rückenbereichs wurde im Mittelteil der Matratze ein spezielles «Air Box System» (ABS) in den Dualtex-Schaumkern eingearbeitet, das nicht nur eine optimale Durchlüftung der Matratze bewirkt, sondern es entsteht durch die Druckbewegungen auch ein äusserst angenehmer Luftkissen-Effekt. Die Lendenwirbel werden dank der erwähnten Federung aktiv gestützt und angehoben.

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