Das Institut für künstliche Intelligenz der Tessiner Universitäten USI und SUPSI hat in Zusammenarbeit mit der TU München ein neues Spracherkennungssystem von Google entwickelt. Es soll präziser arbeiten, Geräuschkulissen ausblenden und weniger Rechenleistung benötigen.

Unterstützung habe das Projekt vom Schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung erhalten, schrieb die Tessiner Fachhochschule SUPSI am Montag in einem Communiqué.

Dialog von Mensch und Maschine

Die Grundlage für die Neuentwicklung der Google-Anwendungen auf iOS und Android-Geräten bilden sogenannte «rekurrente neuronale Netze», die von den Informatikern im Tessin und in München unter Leitung von Professor Jürgen Schmidhuber erforscht wurden. Mit der neuen Technik soll der Dialog von Mensch und Maschine verbessert werden. Konkret handle es sich um ein künstliches neuronales Netz, das den Strukturen des menschlichen Gehirns nachempfunden sei.

Dieses Netz soll in der Lage sein, Millionen von Lauten und Wörtern zu speichern, um diese dann für Sprachbefehle nutzbar zu machen. Die Software kommt laut Communiqué auch für die maschinelle Übersetzung und die Interpretation von Bildern, sowie für Sprachanalysen zum Einsatz.

(sda/ise/me)