Der Medienkonzern Axel Springer hebt trotz sinkender Zeitungsauflagen die untere Grenze seiner Umsatzprognose für das laufende Jahr an. Erwartet wird jetzt ein Anstieg der Erlöse im mittleren einstelligen Prozentbereich, wie das Unternehmen mitteilte. Bis dahin hatte Springer eine Spanne im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich in Aussicht gestellt.

Der Konzern rechnet damit, dass steigende Werbeerlöse am Ende mehr Geld in die Kasse spülen als durch sinkende Zeitungsverkäufe weniger eingespielt wird. Das Digitalgeschäft bleibt der grösste Wachstumstreiber bei Springer.

Aktien ziehen an

Im dritten Quartal legte der Umsatz im Jahresvergleich um 7,3 Prozent auf 795,4 Millionen Euro zu. Das operative Ergebnis (bereinigtes Ebitda) wuchs um fast ein Drittel auf 129,3 Millionen Euro. Der Verkauf der Runtastic-Fitness-App an Adidas und der Smart-Ad-Server-Gruppe spülten zudem Millionen in die Kasse und liessen das Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten deutlich steigen.

Unterm Strich kletterte der Gewinn um 130 Prozent auf 137,2 Millionen Euro. Im vorbörslichen Handel zogen Springer-Aktien kräftig an. DZ-Bank-Analyst Harald Heider lobte die Zahlen als gut und im Rahmen der Erwartungen.

(reuters/dbe/ama)