Das Immobilienunternehmen Swiss Prime Site (SPS) hat im ersten Halbjahr 2015 Betriebsertrag sowie Gewinn gesteigert und die Seniocare-Gruppe übernommen. Die Guidance für das Gesamtjahr wurde erhöht.

Der Gesamtertrag stieg um 20 Prozent auf 497,9 Millionen Franken, wobei die Mieteinnahmen als grösster Posten um 3,6 Prozent auf 225,2 Millionen Franken zulegten, teilt SPS am Donnerstag mit. Mit dem Verkauf von Entwicklungsliegenschaften wurde ein Ertrag von 74,4 Millionen Franken erzielt nach einer «Nullrunde» im Vorjahr.

Umsatzstarke Wincasa-Einheiten

Mit Immobiliendienstleistungen der 2012 übernommenen Wincasa wurden 52,5 Millionen (+8,5 Prozent) umgesetzt, während der aus der 2013 getätigten Übernahme des Altersresidenzen-Betreibers Tertianum resultierende Ertrag mit 77,4 Millionen auf Vorjahresniveau zu liegen kam. Rückläufig entwickelte sich einzig der Geschäftsbereich Retail & Gastro mit einem um 7,5 Prozent tieferen Ertrag von 65,7 Millionen.

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Die verbreiterte Ertragsbasis liess das Ergebnis auf Stufe Ebit um 20 Prozent auf 200,5 Millionen Franken ansteigen und unter dem Strich schauten mit 133,4 Millionen Franken gar 25 Prozent mehr als im Vorjahressemester heraus.

Schätzungen klar übertroffen

Damit hat das Unternehmen die Analysten-Schätzungen klar übertroffen. Diese hatten im Durchschnitt (AWP-Konsens) für den Mietertrag 226,5 Millionen Franken, für den Ebit 192,5 Millionen und den Reingewinn 128,3 Millionen veranschlagt.

Wird der aus der Neubewertung des Immobilienparks resultierende Erfolg von 99,7 Millionen Franken (+86 Prozent) mit eingerechnet, resultiert eine Zunahme beim Ebit von 36 Prozent auf 300,2 Millionen und beim Reingewinn von 39 Prozent auf 191,0 Millionen.

Seniocare-Gruppe übernommen

Zudem teilt SPS mit, dass Seniocare-Gruppe mit einem Umsatz von 10,7 Millionen Franken übernommen wurde. Die Weko müsse aber noch zustimmen, wie es heisst.

Ferner wird der Führungswechsel in der Konzernleitung schneller vollzogen als bislang kommuniziert: René Zahnd werde den CEO-Posten von Markus Graf per 1. Januar 2016 übernehmen, heisst es. Zuvor wurde ein Zeitraum von «spätestens» Anfang Mai 2016 mitgeteilt.

Guidance erhöht

Die Guidance für das Geschäftsjahr 2015 wird erhöht. Neu rechnet die Konzernleitung mit Mieterträgen, einem Betriebsgewinn (Ebit) und einem Reingewinn «deutlich» über Vorjahresniveau. Bislang galt eine «leichte» Zunahme der Mieterträge sowie ein Ebit und Reingewinn – vor Neubewertungseffekten – über Vorjahresniveau als Ziel.

Aus dem Verkauf der Eigentumswohnungen im Maaghof wird für das gesamte Geschäftsjahr ein Gewinnbeitrag nach Steuern von ca. 30 Millionen Franken erwartet (davon wurden den Angaben zufolge im ersten Halbjahr 2015 bereits ca. 20 Millionen Franken realisiert). Die Leerstandsquote wird leicht über der angestrebten Bandbreite von 6,5 Prozent bis 7,0 Prozent gesehen.

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(awp/ise/ama)