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SPS wächst und erhöht Dividende

Swiss Prime Site: Das Portfolio hat an Wert gewonnen. Keystone

Der Immobilienkonzern Swiss Prime Site kann für 2014 dank Übernahmen einen rekordhohen Ertrag vorweisen. Die Aktionäre sollen in den Genuss einer höheren Dividende kommen.

Veröffentlicht am 17.03.2015

Beim Immobilienunternehmen Swiss Prime Site (SPS) zahlt sich die Übernahme von Wincasa und Tertianum in Form eines rekordhohen Betriebsertrages aus. Die Mehrerlöse schlagen aufgrund eines überproportional gestiegenen Aufwands im Zuge der Übernahmen sowie eines geringeren Verkaufserfolgs von Liegenschaften aber nicht in voller Höhe auf die Gewinnzahlen durch.

Die Aktionäre sollen dennoch mit einer höheren Dividende am Geschäftsgang beteiligt werden. Für das Gesamtjahr stellt das Management eine Steigerung von Betriebsergebnis und Reingewinn in Aussicht.

Altersresidenz als Treiber

Der Gesamtertrag stieg im Verlauf des Jahres um 12 Prozent auf einen Höchstwert von 852,7 Millionen Franken, wobei die Mieteinnahmen als grösster Posten um 5,5 Prozent auf 443,1 Millionen Franken zulegten. Treibende Kraft hinter dem Mietzinswachstum ist der seit Mitte 2013 im Konsolidierungskreis befindliche Altersresidenzen-Betreiber Tertianum: Denn neben dem Ertrag aus Pflegedienstleistungen in Höhe von 153,3 Millionen Franken – im Gegensatz zu 85,7 Millionen für die Monate in 2013 – resultiert ein Ertrag aus der Vermietung der Alterswohnungen in Höhe von 47,1 Millionen, der unter den Gesamtmieteinnahmen verbucht wird. Ohne Tertianum wäre der Mietertrag geschrumpft.

Mit Immobiliendienstleistungen der in 2012 übernommenen Wincasa wurden 100,1 Millionen oder plus 1,5 Prozent umgesetzt, während der Geschäftsbereich Retail & Gastro mit dem Kaufhaus Jelmoli und dem Restaurantbetrieb Clouds, wie abzusehen war, einen um 2,8 Prozent tieferen Ertrag von 151,9 Millionen erwirtschaftete. Im Vorjahresresultat sind nämlich die Erlöse aus dem Betrieb des Hotels Ramada in Genf enthalten, welches Ende 2013 verkauft wurde.

Mitarbeiterzahl stark gestiegen

Der verbreiterten Ertragsbasis steht ein um 19 Prozent höherer Betriebsaufwand von 518,9 Millionen Franken gegenüber. Aufgrund der Übernahmen hat die Mitarbeiterzahl stark zugenommen, entsprechend erhöhte sich allein der Personalaufwand als grösste Postenstelle um rund ein Viertel auf 248 Millionen Franken.

Da zudem in 2013 ein verhältnismässig hoher Erfolg aus Liegenschaftsverkäufen – 15,3 Millionen im Gegensatz zu 2,1 Millionen in 2014 – verbucht wurde, kam das Ergebnis auf Stufe Ebit mit 349,6 Millionen knapp unter dem Vorjahr zu liegen. Ein tieferer Steueraufwand führte unterdessen dazu, dass unter dem Strich mit 236,0 Millionen 5,9 Prozent mehr herausschaut.

Höhere Dividende vorgeschlagen

Den Aktionären soll eine um 0,10 Franken höhere Dividende von 3,70 Franken je Aktie ausgeschüttet werden. Bezogen auf den aktuellen Kurs der Aktie ergibt das eine Ausschüttungsrendite von 4,4 Prozent. Mit den Zahlen kam das Unternehmen mehrheitlich im Rahmen der Analysten-Schätzungen zu liegen, beim Reingewinn darüber.

Der Marktwert des 190 Liegenschaften umfassenden Portfolios nahm im Verlauf des Jahres um 4,8 Prozent zu und lag Ende 2014 bei 9,79 Milliarden Franken. Im Berichtsjahr wurden vier Liegenschaften für insgesamt 144,5 Millionen Franken gekauft, im Gegenzug sieben Liegenschaften veräussert. Der Leerstand entwickelte sich in etwa stabil; am Bilanzstichtag belief sich die Quote auf 6,6 Prozent nach 6,4 Prozent Ende 2013.

Zunahme an Mietverträgen erwartet

Für das Geschäftsjahr 2015 stellt das Management eine leichte Zunahme der Mieterträge in Aussicht. Diese werde grösstenteils aus den fertiggestellten Renditeliegenschaften resultieren, wie es heisst. Aus dem Verkauf der Eigentumswohnungen Maaghof Nord und Ost in Zürich wird für das Geschäftsjahr 2015 ein Gewinnbeitrag nach Steuern in der Grössenordnung von 25-30 Millionen Franken erwartet. Zudem geht man von einer Leerstandsquote von 6,5 Prozent bis 7,0 Prozent aus. Betriebsgewinn auf Stufe Ebit und Reingewinn vor Neubewertungseffekten werden über Vorjahresniveau prognostiziert.

Die Aktien von SPS gewinnen am Dienstagmorgen 0,8 Prozent, während der Gesamtmarkt SPI noch keine Richtung gefunden hat. Wie auch die Papiere der Branchennachbarn wurden sie vom «Frankenschock» praktisch nicht tangiert und zeigen seit Jahresbeginn mit  plus 15 Prozent einen starken Lauf.

(sda/dbe/ama)

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