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Vermarktung
«SRG darf online keine Werbung schalten»

Ringier-CEO Walder: Neues Joint-Venture ist kein geschlossener Club. Keystone

In der «Handelszeitung» äussert sich Ringier-Chef Marc Walder zum Joint-Venture mit Swisscom und SRG. Trotz gemeinsamer Vermarktung: Walder stellt klar, dass die SRG keine Online-Werbung machen darf.

Von Stefan Barmettler
am 26.08.2015

Letzte Woche ist Ringier per sofort aus dem Schweizer Verlegerverband ausgetreten. Ringier hatte angekündigt, mit Swisscom und SRG eine gemeinsame Werbevermarktungsfirma aufzubauen. Streitpunkt unter den Verlegern ist die Rolle der SRG. Erstmals äussert sich Ringier-Chef Marc Walder im «Handelszeitung»-Interview: «Unsere Position war immer klar: Die SRG darf online keine Werbung schalten.» Dieses Online-Verbot sei durch das geplante Joint Venture nicht in Frage gestellt.

Ringier, Swisscom und SRG sind gleichberechtigte Partner im Vermarktungs-Joint-Venture. Walder: «Das Aktionariat wird von den drei Gründungsmitgliedern gestellt.» Dass sich weitere Verlage daran finanziell beteiligen würden, sei derzeit nicht vorgesehen. Walder weiter: «Allerdings sehen wir uns nicht als geschlossenen Club, im Gegenteil: Wir sind offen für alle.» Dies sei zentral für das Selbstverständnis dieses geplanten Joint Ventures.

«Es geht nicht um einen Jobabbau»

Bezüglich einem möglichen Stellenabbau durch den Zusammenschluss der Vermarktungsaktivitäten sagt der Ringier-Chef: «Es geht nicht um einen Jobabbau. Hier geht es für einmal nicht um Synergien, sondern es wird viel eher investiert werden.» Es gehe vielmehr um die Gestaltung der Zukunft des Schweizer Werbemarktes.

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