1. Home
  2. Unternehmen
  3. Staat nicht mehr grösster Aktionär von Lloyds

Grossbritannien
Staat nicht mehr grösster Aktionär von Lloyds

Bank Lloyds: Die Regierung hatte während der Finanzkrise 20,5 Milliarden Pfund investiert. Keystone

Der britische Steuerzahler ist zum ersten Mal seit der staatlichen Rettung der Bank Lloyds nicht mehr grösster Aktionär des Unternehmens. Dem Fiskus könnte am Ende sogar ein Gewinn winken.

Veröffentlicht am 09.01.2017

Erstmals seit der staatlichen Rettung der Bank Lloyds ist der britische Steuerzahler nicht mehr der grösste Aktionär des Konzerns. Wie das Institut in London mitteilte, verringerte sich der Staatsanteil um einen Prozentpunkt auf 5,95 Prozent.

Grösster Anteilseigner ist nun der US-Vermögensverwalter BlackRock. Finanzminister Philip Hammond erklärte, für die Regierung sei es vorrangig, die Unternehmen vollständig zu privatisieren und die Steuergelder zurückzubekommen.

Fiskus könnte Gewinn erzielen

Die Regierung in London hatte während der Finanzkrise 20,5 Milliarden Pfund (heute knapp 30 Milliarden Franken) in die Bank investiert und kam auf einen Anteil von 43 Prozent.

Seitdem hat das Finanzministerium nach Angaben von Lloyds 18 Milliarden Pfund davon zurückbekommen. Die verbliebenen Staatsanteile, die Hammond noch in diesem Jahr verkaufen will, haben einen Marktwert von 2,8 Milliarden Pfund. Der britische Fiskus könnte am Ende also einen Gewinn erzielen.

(sda/cfr/gku)

Anzeige