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Staatsanwälte ermitteln gegen Hooters

Hooters: Deutsche Staatsanwälte interessieren sich nicht fürs Essen. (Bild: Keystone)

Ihr Markenzeichen sind leicht bekleidete Kellnerinnen: Die Burger-Kette Hooters ist in Deutschland ins Visier der Staatsanwälte geraten. Der Verdacht lautet auf Betrug.

Veröffentlicht am 03.04.2013

Staatsanwälte in Frankfurt, Saarbrücken und einer dritten deutschen Stadt ermitteln wegen Betrugs gegen Verantwortliche der amerikanischen Burgerkette Hooters in Deutschland. Das berichtet das «Handelsblatt» unter Berufung auf die Behörden.

Demnach sollen die Verdächtigen, die hinter den Hooters-Lizenznehmern Flying Wings SA aus Luxemburg und Wings of Germany stehen, mehreren Betreibern der ehemals neun deutschen Restaurants der Kette zu Unrecht Unterlizenzen verkauft haben. Der entstandene Schaden soll den Informationen zufolge in die Millionen gehen. Von den neun Filialen mussten bis auf eine in Frankfurt allesamt Insolvenz anmelden.

Der Niedergang soll nach Informationen der Zeitung auch darauf zurückzuführen sein, dass die möglichen Opfer nicht nur zu Unrecht hohe Franchise-Gebühren abführen, sondern auch überteuerte Verträge etwa für Mieterräume und Kücheneinrichtungen abschliessen mussten. Darüber hinaus sollen die möglichen Täter Anschubgelder von Weltkonzernen wie Unilever nicht an die Betreiber der Filialen abgeführt haben.

Auch in der Schweiz gibt es Hooters-Filialen in Zürich, Thun und Interlaken. Auf Anfrage von handelszeitung.ch, ob es auch hierzulande Vorwürfe gegen Hooters gebe, zeigte man sich in der Zentrale in Interlaken abweisend. Hooters Schweiz werde sich nicht äussern.

(tno/rcv)

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