Im beschaulichen Südtirol beherrrscht ein Luftkampf die Schlagzeilen: Nachdem die italienische Luftfahrtbehörde der österreichisch-südtirolerischen Regionalfluglinie «Air Alps» den Kooperationsvertrag für die Flugverbindung von Bozon nach Rom aufgekündigt hat, buhlen nun vier Fluggesellschaften um den vakanten Auftrag.

Wie die Südtiroler Zeitung «Dolomiten» berichtet, bemüht sich neben der Carpatair und Job Air auch die Schweizer Darwin Airline mit Sitz in Lugano um den Job - und das offenbar mit Erfolg. So soll sich Darwin Airline dem Medienbericht zufolge in der Pole-Position für den Kooperationsvertrag und die damit verbundenen italienischen Staatsgelder stehen. 

Ermotti war Verwaltungsratspräsident von Darwin

Den endgültigen Zuschlag hat die Schweizer Airline zwar noch nicht erhalten. Dennoch könnte sich neben der Darwin-Führung auch Sergio Ermotti über den Deal freuen. Der Grund: Der Tessiner Geschäftsmann lenkte in früheren Jahren als Verwaltungsratspräsident die Geschicke von Darwin. Selbst nach seinem Amtsantritt als Konzernchef der UBS im Jahr 2011 sass Ermotti im Darwin-Verwaltungsrat und legte das Amt erst unter öffentlichem Druck im Februar 2012 nieder. 

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Das hindert den Starbanker jedoch nicht daran, bis heute Aktienanteile der Fluglinie zu halten. Das bestätigt die UBS gegenüber «Handelszeitung Online» auf Anfrage. Allerdings betont das Finanzinstitut, dass kein Interessenskonflikt in dieser Angelegenheit bestünde.

Wie viele Darwin-Papiere Ermotti derweil hält, war weder bei der Fluggesellschaft Darwin noch von der Schweizer Grossbank in Erfahrung zu bringen.