Der Gewinn der Obwaldner Kantonalbank (OKB) ist in den ersten sechs Monaten des Jahres bei 6,9 Millionen Schweizer Franken stabil geblieben. Die Bank konnte zwar im Zinsen- und Kommissionsgeschäft zulegen, musste aber auf Einmaleffekte wie in der Vorjahr verzichten.

Die OKB erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2016 einen um 3,2 Prozent höheren Bruttoerfolg von 28,5 Millionen Schweizer Franken. Positiv beeinflusst hätten das erfreuliche Resultat das gute Zins- sowie Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft, teilte die Bank mit.

Zinsgeschäft legte zu

Im Zinsengeschäft - der Hauptertragsquelle der Bank - stieg der Erfolg um satte 8,4 Prozent auf 23,5 Millionen. Der Ertrag aus dem Kommissionsgeschäft stieg ebenfalls um 8,5 Prozent auf 3,4 Millionen. Der Bank gelang es laut Mitteilung, im Vermögensverwaltungs- wie auch im Anlageberatungsgeschäft neue Kunden zu gewinnen.

Der Ertrag aus dem Handelsgeschäft von 1,2 Millionen konnte auf Vorjahreshöhe gehalten werden. Die Kosten blieben mit 14,2 Millionen ebenfalls praktisch stabil.

Unter dem Strich verblieb der Bank ein Reingewinn von 6,9 Millionen Schweizer Franken, gleichviel wie im Vorjahr. Dass der Gewinn trotz besserem Geschäftsgang nicht höher ausfiel, lag unter anderem daran, dass die Bank im Vorjahr einen ausserordentlichen Erfolg von fast 3 Millionen Schweizer Franken durch den Verkauf ihrer Swisscanto-Beteiligung verbuchen konnte.

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Rückgang bei Kundengeldern

Einen Rückgang gab es bei den effektiven Kundengeldern. Diese sanken um 2,8 Prozent auf 2,6 Milliarden Schweizer Franken. Der Rückgang war aufgrund der anhaltend tiefen Zinsen erwartet worden. Kunden würden ihr Geld vermehrt in Wertschriften investierten, um höhere Renditen zu erzielen, und die hohe Liquidität für die Rückzahlung von Darlehen oder Hypotheken nutzen.

Für das laufende Jahr rechnet die Bank mit einem leicht tieferen Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr, das sehr stark ausgefallen sei.

(awp/sda/chb/ama)