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Stadler-Chef hält Börsengang für möglich

Peter Spuhler: Stadler soll nicht verkauft werden. Keystone

Stadler-Chef Peter Spuhler schliesst einen Börsengang des Konzerns nicht mehr kategorisch aus. Bedingung ist für ihn aber, dass die Familie Grossaktionär bleibt. Und ein Verkauf ist weiterhin tabu.

Veröffentlicht am 07.09.2016

Der Schienenfahrzeug-Hersteller Stadler will zwar unabhängig bleiben. Im Falle einer grösseren Übernahme oder eines Grossprojekts kann sich Stadler-Chef Peter Spuhler aber einen Gang aufs Börsenparkett durchaus vorstellen, solange ein «Familienanteil von 35 bis 40 Prozent» bestehen bleibt, sagt er in einem Interview dem Finanzportal «cash.ch». Solange man aber das Wachstum aus eigener Kraft finanzieren könne, sei ein Börsengang kein primäres Ziel.

Allfälligen Verkaufsplänen der Stadler Rail erteilt er eine deutliche Absage: «Das erachte ich als unmöglich», so Spuhler. «Das käme fast einem Verrat an den Mitarbeitern gleich, die jahrelang etwas aufgebaut und gegen die Konkurrenten gekämpft haben.»

Keine Fusion in Sicht

Auch eine Fusion sei momentan nicht geplant, obwohl sich grosse europäische Hersteller darüber unterhalten würden, da sich in China zwei Firmen zur China Railway Rolling Stock Corporation (CRRC) zusammengeschlossen hätten. Da aber Grösse allein kein strategischer Vorteil sei und die Skaleneffekte in der Branche eher klein ausfielen, sei Stadler in seiner Grösse gut aufgestellt.

(awp/mbü/gku)

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