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Expansion
Stadler Rail buhlt um Aufträge in Australien

Stadler-Rail-Chef Peter Spuhler: Der Zugbauer ist vom Export abhängig. Keystone

Der Schweizer Zugbauer will sich Aufträge in Australien angeln. Dazu hat Stadler Rail ein Büro in Sydney eröffnet. Der Schritt ist Teil einer Strategie, um der Frankenstärke zu begegnen.

Veröffentlicht am 19.11.2015

Stadler Rail will im australischen Bahnmarkt Fuss fassen. Dazu hat der Thurgauer Hersteller von Schienenfahrzeugen die Gesellschaft Stadler Australia gegründet und in Sydney ein Büro eröffnet. Vor Ort will sich Stadler um Aufträge der öffentlichen Hand bemühen.

In einer Mitteilung vom Mittwoch bezeichnet Stadler Rail den Plan der australischen Regierung, erstmals Bundesmittel in die Verkehrsinfrastruktur zu investieren, als wichtige Entwicklung für das Engagement down under. Dadurch sei auf dem ganzen Kontinent mit neuen Projekten zu rechnen.

«Sehr guter Zeitpunkt»

Der Markteintritt komme deshalb zu einem «sehr guten Zeitpunkt», heisst es im Communiqué. Stadler erhofft sich, mit seinen modernen und leichten Aluminium-Zügen sowie Strassen- und Stadtbahnen auf eine Nachfrage zu stossen.

Bei einem Zuschläg würde Stadler Rail die Teile für die neuen Züge in der Schweiz und in Europa hergestellt, per Schiff nach Australien gebracht und vor Ort zusammengesetzt. Gleich werde bereits bei einem laufenden Auftrag in Texas vorgegangen, hiess es. Der Seeweg sei zwar länger, stelle aber kein Hindernis dar.

Vom Export abhängig

Das stark vom Export abhängige Unternehmen hat es sich zur Strategie gemacht, mit dem Eintritt in neue Märkte auf die Frankenstärke zu reagieren. Stadler ist heute etwa in Deutschland, Grossbritannien und den USA präsent. Mit dem Neu-Engagement in Australien sei diese Neupositionierung weitestgehend abgeschlossen, schreibt Stadler.

(awp/sda/dbe/me)

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