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Millionen-Order
Stadler Rail erhält Auftrag aus Slowenien

Stadler
Stadler-Werk In Altenrhein: Kompetenzzentrum für KISS-Doppelstöcker.Quelle: Keystone

Der Frühling bringts für Peter Spuhler: Der Stadler-Patron tütet den nächsten Millionen-Deal aus dem Osten ein.

Iseli
Von Marc Iseli
am 18.04.2018

Der Vertrag ist unterschrieben. Stadler Rail hat den definitiven Zuschlag für den Bau von 26 Triebzügen für die slowenische Staatsbahn erhalten. Der Auftrag hat einen Wert von 169 Millionen Euro. Die ersten Züge sollen 2020 geliefert werden.

Die Vertragsunterzeichnung fand am Dienstag in der Hauptstadt Ljubljana statt, wie die slowenische Nachrichtenagentur STA berichtet. Stadler hat den Deal am Mittwoch in einer Medienmitteilung bestätigt.

Modernisierung der Infrastruktur

Peter Spuhler reiste persönlich für die Vertragsunterzeichnung an. Fotos zeigen den ehemaligen SVP-Magistraten zusammen mit Dušan Mes, dem Chef der slowenischen Staatsbahn Slovenske Železnice (SŽ).

Die neuen Stadler-Züge sollen altes Rollmaterial ersetzen und einen Beitrag zur Modernisierung der Eisenbahninfrastruktur des Landes leisten, sagt SŽ-Chef Mes zum Auftrag.

Schweizer Werke profitieren

Die Unterzeichnung stand unter dem Vorbehalt der Genehmigung der slowenischen Staatsholding, der die SŽ untersteht. Stadler hat sich in einem öffentlichen Bieterverfahren für das Projekt beworben und den Zuschlag erhalten. Offenbar waren die Ostschweizer die einzigen Bieter.

Der Vertrag für die Flotte umfasst Engineering, Bau und Lieferung von 16 Zügen von Stadlers Zug-Typus Flirt sowie zehn Züge des Typus Kiss. Dabei eingeschlossen sei eine Option für weitere 26 Züge, heisst es im Communiqué vom Mittwoch. Laut dem «St. Galler Tagblatt» könnten die Schweizer Werke vom Auftrag profitieren können.

Freude bei Spuhler

Bereits Ende der 90er Jahre habe sich Stadler um einen Grossauftrag in Slowenien beworben, schreibt Stadler in der Medienmitteilung weiter. «Umso grösser ist unsere Freude, dass es nun 20 Jahre später, im zweiten Anlauf geklappt hat, und wir uns in Slowenien durchsetzen konnten», so Eigentümer und Präsident Spuhler.

Die einstöckigen Flirt sind für den grenzüberschreitenden Verkehr auf der Normalspur zwischen Slowenien, Österreich und Kroatien vorgesehen. Die doppelstöckigen Kiss-Züge werden in Slowenien eingesetzt.

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