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Nachholbedarf
Stadler Rail gründet Joint Venture in Aserbaidschan

Montagehalle von Stadler Rail: Die GUS-Staaten sind für den Konzern ein interessanter Markt. Keystone

Der Schweizer Zughersteller gründet in Aserbaidschan mit einem lokalen Partner ein Joint Venture. Ein Grossteil der Wertschöpfung soll in der Schweiz anfallen.

Veröffentlicht am 23.07.2014

Stadler Rail stärkt seine Stellung in Osteuropa. Der Schweizer Hersteller von Schienenfahrzeugen mit Sitz im thurgauischen Bussnang hat mit dem aserbaidschanischen Partner International Railway Distribution ein Joint Venture gegründet, schreibt Stadler Rail in einer Medienmitteilung. Die Schweizer halten mit 51 Prozent die Mehrheit der Anteile.

Das Werk in Aserbaidschan soll die Kapazität für den Bau von bis zu 50 Zügen bieten. Es wird in der 300'000-Einwohner-Stadt Ganja gebaut und mit der neusten Schweizer Technologie ausgerüstet. Die dort gebauten Züge sollen sowohl nach Aserbaidschan als auch nach Georgien, Kasachstan, Usbekistan, Turkmenistan, in den Iran und die Türkei verkauft werden, schreibt zudem das aserbaidschanische Nachrichtenportal «news.az».

GUS-Staaten wichtiger Markt

Laut der Mitteilung von Stadler Rail wird das Joint Venture ab 2016 Wertschöpfungsanteile an Zügen für Aserbaidschan erbringen. Rund die Hälfte der Wertschöpfung dieser Aufträge werde in der Schweiz anfallen.

Das Joint-Venture ist auch eine Folge der Bemühungen der Regierung Aserbaidschans, den Ausbau der Transportinfrastruktur voranzutreiben. Ein Grossteil der Züge, Leitungen und Schienentechnik stammt noch aus der Sowjetzeit. Der Investitionsbedarf ist daher sowohl in Aserbaidschan als auch in andern GUS-Staaten sehr gross, weshalb diese Länder für Stadler Rail ein besonders interessanter Markt sind. Damit Stadler Rail seine Werke in der Schweiz nachhaltig auslasten kann, ist der Konzern auf die Erschliessung anderer Märkte angewiesen.

(dbe/chb)

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