Eröffnet wurde das 4. Wirtschaftsforum des Kantons Schwyz von Regierungsrat Kurt Zibung mit folgenden Worten: «Die deutsche Konjunkturforschungsstelle hat für 2010 keine Prognose gewagt, wir hoffen hingegen, dass wir dies heute für den Konsum und den Detailhandel tun können.» Zibung schilderte mit klaren Worten die Veränderungen der Branche: «Die Einkaufsgewohnheiten haben sich in den letzten Jahren stark verändert, es gibt ein Revival der Einkaufszentren. Die einstigen Kolonialhandelläden entwickeln sich zu globalen Konsumtempeln.» Moderator und Diskussionsleiter Martin Spieler, Chefredaktor der «Handelszeitung», wusste Positives zur Konjunktur zu berichten: «Es gibt Anzeichen, dass sich die dunklen Wolken am Schweizer Wirtschaftshimmel schneller verziehen als prognostiziert. Dazu haben der inländische Konsum und der Detailhandel zu einem grossen Teil beigetragen.»

In der Folge vermittelte Thomas Hochreutener, Direktor Handel des Marktforschungsinstituts GfK Switzerland, die Sicht der Wissenschaft: «Obwohl der Anteil des Schweizer Detailhandels von Jahr zu Jahr sinkt, wurden 2008 die höchsten Zuwachsraten seit Jahren verzeichnet. Generell gibt es im Schweizer Handel eine Stagnation auf sehr hohem Niveau.»

Sandro Salvetti, Geschäftsführer der Swiss Retail Federation, brachte dem Publikum die Sicht der Verbände näher: «Im Detailhandel herrschen vier politische Spannungsfelder vor: Das Verhältnis Schweiz-EU, die Arbeitswelt, der Föderalismus und die Gesellschaft.» Seine wichtigste Botschaft an diesem Abend: «Es gibt keinen Grund, die Ladenöffnungszeiten an einen Gesamtarbeitsvertrag im Detailhandel zu koppeln.» Beide Themen werden derzeit heiss diskutiert in der Branche. Schliesslich stellte André Maeder, CEO der Charles-Vögele-Gruppe, die Sicht der Wirtschaft dar: «Einer der wichtigsten Faktoren im Detailhandel ist der Ladenbau. Und einer der wichtigsten Trends ist, dass immer mehr Akademiker in den Detailhandel drängen, denn dieser bietet neben der Hotelbranche die besten Aufstiegsmöglichkeiten.»

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